Gebetshaus Bad Rotenfels

Nahe ist der Herr allen, die IHN anrufen, allen, die IHN in Treue anrufen!      Ps 145,18

Das Gebetshaus Bad Rotenfels stellt sich vor

Auf unserer Homepage gibt es Informationen über uns.

Herzliche Einladung an unseren Veranstaltungen und Gebetszeiten teilzunehmen.

Nähere Infos zu den Gebetszeiten & Veranstaltungen gibt es im Gebetshauskalender

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Fr. 30.9.

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Suppe satt
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Mitarbeiter gesucht für unser Projekt „Suppe satt“
Liebe Mitglieder und Freunde des Gebetshauses Bad Rotenfels, liebe Interessierte,
seit etwa drei Jahren profitiert das Gebetshaus nun von ganz vielen unterschiedlichen Segnungen, sei es durch Gebetserhörungen, materielle und finanzielle Spenden oder zeitliches Engagement von vielen Menschen. Dafür sind wir sehr dankbar!
Als Gebetshaus wollen wir nicht nur im Bereich des Gebets tätig sein, sondern auch im täglichen Leben anderer Menschen im Murgtal relevant werden. Wir denken, dass es an der Zeit ist, auch etwas den Menschen weiterzugeben, die unserer Unterstützung bedürfen. Es wurde uns aufs Herz gelegt, das Projekt „Suppe satt“ zu starten und damit bedürftigen und/oder einsamen Menschen die Gelegenheit zu geben, kostenlos eine warme Suppe in schöner Atmosphäre, mit der Möglichkeit zum Gespräch und ggf. zum Gebet, zu genießen. Wir wollen den Termin bewusst am Ende des Monats freitags mit unserem Evening Prayer verbinden, um auch für den seelischen Aspekt und die Begegnung mit Gott ein freiwilliges Angebot zu haben. Das Essen soll zwischen 17:00 Uhr und 19:00 Uhr stattfinden, der Evening Prayer beginnt im Anschluss um 19:00 Uhr. Auf längere Sicht wäre auch eine Ausweitung auf mehrere Freitage im Monat möglich. Auch für Ideen zur Erweiterung des Angebots sind wir offen. Wir sind gespannt, welche Impulse uns Gott dazu noch schenkt.
Um das Projekt verwirklichen zu können, brauchen wir Menschen mit den unterschiedlichsten Fähigkeiten, die das Anliegen mit uns teilen und bereit dazu sind, uns regelmäßig zu unterstützen. Wenn Du Dir eine Mitarbeit vorstellen kannst, bitten wir Dich, das beigefügte Formular handschriftlich oder am PC auszufüllen und baldmöglichst an einen der Vorstände oder an die E-Mail-Adresse gebetshaus-bad-rotenfels@web.de zu senden. Auch ein telefonischer Kontakt unter 07224 - 68961 (Anette Bäumlein) ist möglich.
Zunächst werden wir schauen, ob die Anzahl der Helfer ausreicht, um das Projekt regelmäßig durchzuführen und ob auch für Vertretungen gesorgt ist. Danach würden wir uns wieder bei Dir melden und ein Treffen organisieren, bei dem alles Genauere besprochen und eine Hygiene-Information stattfinden wird. Wir haben vor, Helferteams zu bilden und benötigen für jedes Team auch einen oder zwei Teamleiter, die das Team und die Teamaufgaben organisieren. Wenn, so Gott will, alles gut läuft und auch die Corona-Bedingungen es zulassen, könnten wir schon bald den ersten Termin gemeinsam planen.
Gerne könnt Ihr diesen Brief mit Fragebogen an Freunde und Bekannte weitergeben, von denen Ihr denkt, dass sie Interesse an dem Projekt haben.
Mit herzlichen Grüßen
Helge Rieger        Achim Rheinschmidt        Artur Drews        Konrad Bäumlein

Ostern?! - Ein Ereignis, das die Welt definitiv veränderte
Impuls: Achim Rheinschmidt
Musik: Let's Praise the Lord / Berthold Engel (Die Brückenbauer)

Bibelgeschichte Neujahr
Für kleine und große Bibelentdecker und Geschichtenliebhaber!

Das neue Jahr hat begonnen. Hat es für euch super angefangen oder eher mit Problemen? Sicher wünschen sich alle Menschen Gutes. Es ist wie eine Reise ins Unbekannte, wie die Fahrt über einen großen See.
Jesus war oft am See Genezareth. Manchmal wird er auch Meer genannt, denn er ist immerhin 21 km lang und bis zu 13 km breit. An der tiefsten Stelle liegt der Grund 48 m tief. Fische gibt es auch heute noch darin und zu den ersten Freunden von Jesus gehörten ja auch vier Fischer. Das waren die Brüder Simon Petrus und Andreas, Johannes und Jakobus. Nah am See Genezareth ist der Ort Kapernaum. Ich war schon dort und habe mir angeschaut, wo früher die Synagoge stand, das Gotteshaus. Und auch die Stelle, wo das Haus von Simon Petrus stand, kann man noch besuchen. Dort war Jesus oft. Und in der Synagoge hörten viele zu, wenn Jesus zu Gast war und dort erklärte, was Gott sich wünscht. Überhaupt kamen immer viele Menschen zusammen, wenn sie hörten: „Jesus von Nazareth ist hier in der Gegend.“ Nicht nur, weil sie gern seine Geschichten hörten, liefen die Leute zu Jesus. Jeder wusste: „Jesus schickt keinen weg, der ihn um Hilfe bittet. Und Jesus kann helfen, in jeder Not.“ Auch in Kapernaum wurden viele Menschen von Krankheiten gesund, weil Jesus sie heilte.
Um Hilfe zu bekommen, liefen die Leute Jesus nach, manchmal sogar bis in ganz einsame Gegenden. So war es auch an dem Tag gewesen. Jesus war weggegangen und sie suchten ihn. Viele Kilometer liefen sie am See entlang bis es keine Dörfer mehr gab, nur noch Felsen und Einöde. Aber Jesus musste dort irgendwo sein. Ja, er war mit seinen Schülern wirklich an einen einsamen Ort gelaufen, um einmal auszuruhen. Doch die Ruhe war nur kurz. Als Jesus die vielen, vielen Menschen kommen sah, taten sie ihm leid. Da waren Männer und Frauen und auch viele Kinder. „So weit sind sie gegangen, um mich zu finden. Und so müde sehen sie aus. Voller Sorgen sind sie und wünschen sich doch so sehr ein Leben mit Glück und Frieden.“ Eigentlich hatte Jesus ja mal allein sein wollen, aber jetzt hatte er einen noch größeren Wunsch: „Ich will diesen Menschen helfen. Sie brauchen Gott so sehr und wissen es gar nicht. Sie freuen sich über meine Hilfe, aber sie erkennen nicht, woher diese Liebe kommt. Vielleicht verstehen sie es heute.“ Auch die Schüler von Jesus sahen etwas ratlos zu, wie immer mehr Menschen den Weg am See entlang in ihre Richtung liefen. Sie hatten keinen Plan, was nun werden sollte. Vielleicht waren sie auch ein wenig genervt. Aber Jesus hatte einen Plan, und seine Schüler könnten dabei gleich noch eine Menge lernen. „Philippus“, sagte Jesus zu einem seiner Jünger. „Was meinst du? Wieviel Brot brauchen wir? Ich möchte diese müden Leute hier alle zum Essen einladen?“ Philippus riss die Augen auf. Meinte Jesus das ernst? Er überschlug schnell, wie viele das hier werden würden: Fünftausend vielleicht, Frauen und Kinder noch dazu! Philippus konnte rechnen. Dafür würde man ein Vermögen brauchen. Aber es war völlig unnötig, sich darüber den Kopf zu zerbrechen. So viel Geld hatten sie nicht. Der Lohn von mehr als einem halben Jahr Arbeit würde nötig sein. Philippus schüttelte nur den Kopf: „Auch wenn wir 200 Silberstücke hätten, würde jeder nur ein kleines Stück Brot bekommen.“, sagte er dann und dachte: „Aber weder haben wir so viel, noch gibt es hier Bäcker, die mal eben so viel backen können.“ Es war offensichtlich, welche Meinung Philippus
hatte: „Wenn sie so unvernünftig sind und in diese Einöde laufen, dann müssen sie sich selbst kümmern.“ Andreas hatte die Frage von Jesus auch gehört und sich schon unter die Leute gemischt. „Verpflegung dabei?“, fragte er beiläufig. Müdes Kopfschütteln. Erschreckte Blicke. Sie zeigten ihre leeren Körbe. Niemand hatte ja damit gerechnet, dass sie so lange unterwegs sein würden. Ein Kind fand sich aber dann doch. Es hatte noch einen Korb mit 5 Fladenbroten und 2 gedörrten Fischen. Voller Vertrauen ging der Junge mit Andreas zu Jesus. Er streckte ihm seine Marschverpflegung entgegen. Und Jesus nahm sie freundlich an. Und dann geschah das, worüber die Leute auch noch Tage danach sprachen. Einige hatten gehört, wie Jesus zu seinen Freunden sagte: „Die Leute sollen sich hinsetzen und ausruhen.“ Und dann hatte Jesus die Hände gehoben zum Himmel. Manche hatten gehört, wie er laut für das Essen dankte. Einige wussten noch: „Er hat das Brot geteilt, in Stücke gebrochen. Und auch die Fische.“ Alle aber hatten in ihre leeren Gefäße eine reichliche Mahlzeit gelegt bekommen. Alle ohne Ausnahme. Und sie waren satt geworden. Ja, sogar Reste waren eingesammelt worden. 12 Körbe voll. Und alle, auch der Letzte hatte erfahren, woher das Essen gekommen war. Ja, woher war es gekommen? Das blieb ein Rätsel. Jesus hatte wieder einmal alle überrascht. Er musste ein großer Mann Gottes sein, ein Held. Aber als sie ihn dafür feiern wollten, da war er nicht mehr am Ufer. Jesus hatte seinen Jüngern gesagt: „Ich gehe mal ein Stück in die Berge. In dieser Nacht wäre ich gern allein. Ich habe viel zu besprechen mit meinem Vater im Himmel. Fahrt ihr bitte schon wieder zurück. Ich komme nach.“ Deshalb antworteten sie nun den Leuten: „Es ist spät. Legt euch schlafen. Jesus betet. Er kommt wieder. Vielleicht habt ihr auch Glück und morgen legen ein paar Schiffe an. Dann müsst ihr nicht den ganzen Weg zurücklaufen. Wir fahren jetzt schon nach Kapernaum. Wir sehen uns.“ Erstaunt fragte jemand: „Ihr fahrt ohne Jesus.“ „Ja, er kommt nach.“ Dann stiegen sie in ihr Boot und fuhren los.
Ein paar Leute beobachteten alles sehr genau. Jesus war nicht dabei gewesen. Und am nächsten Morgen war er auch nirgends zu sehen. „Warum ist er denn verschwunden?“ „Wir müssen ihn unbedingt überreden, unser König zu werden! Stellt euch vor: Dann werden wir nie mehr Not haben.“ „Aber wo kann er jetzt sein?“ „Sicher ist er schon auf dem Rückweg nach Kapernaum?“ „Ein Boot war jedenfalls nicht mehr hier.“ So schwirrten die Meinungen durcheinander. Ein paar Leute hatten ihre Sachen schon gepackt und sich auf den Fußmarsch gemacht. Jesus würde wieder zu seinen Schülern kommen und die waren nach Kapernaum gefahren. Doch dann rief jemand: „Da kommen Schiffe! Wenn wir mit denen über den See fahren, sind wir vor Jesus da.“
Gesagt getan.
Als sie in Kapernaum aus dem Boot stiegen, sahen sie schon das Schiff der Jünger. „Habt ihr die Schüler von Jesus gesehen? Sind sie noch hier?“, hörten sie sich um. „Ja, klar, Jesus ist mit ihnen in die Synagoge gegangen.“ „Was? Jesus ist bei ihnen gewesen?“ Das verstand natürlich keiner. Sie hatten doch gesehen, dass Jesus nicht miteingestiegen war. Aber egal. Jetzt mussten sie natürlich schnell in das Gotteshaus laufen. Und dort war Jesus wirklich. Natürlich fragten sie ihn sofort: „Meister, wie bist du denn so schnell hierhergekommen?“
Jesus sah den Leuten sehr aufmerksam ins Gesicht. Sie hatten ihn also wieder gesucht. Und wie aufgeregt sie waren. Offenbar hatten sie immer noch tausend Ideen im Kopf, wie sie ihn dazu bringen konnten, immer für sie da zu sein. Traurig schüttelte Jesus den Kopf. „Sie denken nur an ihr kleines Leben und ihre eigenen Wünsche. Sie denken nicht weiter.“ Laut sagte er: „Ihr macht euch wirklich viel Mühe. Ihr lauft und rennt mir nach, weil ihr euch Sicherheit wünscht. Ich soll für euch Wunder tun. Aber ihr braucht mehr als das. Bei mir könnt ihr die Nahrung finden, die für eure ganze lange Lebensreise reicht und über den Tod hinaus Leben gibt.“
So etwas sollte es wirklich geben? Erstaunt dachten die Leute über die Worte nach. Ihre Blicke waren ungläubig auf Jesus gerichtet. Mit 5 Broten und 2 Fischen über 5000 Leute satt machen, das war erstaunlich und wunderbar. Aber solche Wunder gab es auch früher. Aber für die Ewigkeit Nahrung geben? Einer sagte schließlich: „Unsere Vorfahren sind durch die Wüste gewandert mit Mose. Und da hat ihnen Mose auch Brot gegeben, es fiel vom Himmel, es hieß Manna.“ Die anderen nickten. Alle kannten diese Erzählung. Das Manna hatte jeden Morgen auf der Erde gelegen, körnig und weiß und es hatte süß geschmeckt.
Aber Jesus schüttelte wieder den Kopf: „Dieses Brot hat nicht Mose euch gegeben. Gott hat es geschenkt. Und heute, jetzt und hier, gibt er es wieder. Mein Vater hat das beste und wahre Brot für euch.“
„Ja!“, riefen gleich ein paar Leute begeistert. „Gib es uns doch bitte.“ Sie hatten noch nicht gefrühstückt und sie dachten. Jetzt können wir uns gleich wieder satt essen. Doch sie verstanden Jesus falsch. Das beste wahre Brot, das war nicht aus Mehl gemacht und würde nicht nur den Bauch füllen, nicht nur kurzzeitig zufrieden machen. Dieses Brot würde viel, viel länger satt machen. Es würde die Sehnsucht tief drin im Herzen stillen, Gedankenstürme beruhigen. Es würde einfach alles gut machen, alles. Armut und Krankheit machen unglücklich, aber nicht nur sie. Auch Bosheit und Misstrauen, Lüge und Gewalt verhindern das Lebensglück. Jesus weiß: Menschen brauchen mehr als nur Wohlstand und Gesundheit. Sie brauchen Gottes Liebe für sich selbst und für andere. Sie brauchen so wie Schafe einen starken Hirten an ihrer Seite für alle Tage ihres Lebens, der Richtung und Ziel kennt. Sie brauchen den, der sie wieder mit Gott verbinden kann und alle Schulden bezahlt.
Und deshalb sagte Jesus es nun ganz klar: Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, der wird nicht hungrig bleiben, wer mir vertraut, kann nie mehr verdursten.
Entsetzt schauten die Leute Jesus an. Wenn Jesus so redete, dann klang das ja fast so als sei er selbst Gott. Das konnte doch nicht sein. Er hatte doch Eltern hier und Geschwister. Jesus nickte: „Ja, ich weiß, ihr glaubt das nicht. Obwohl ihr mich sehen könnt und die Wunder erlebt, vertraut ihr mir nicht.“
Einige Leute senkten die Köpfe. Sie fühlten sich ertappt. Jesus fuhr fort: „Mein Vater ist Gott. Und seinen Willen tue ich. Ich werde dem Tod die Macht nehmen, damit er nicht mehr das letzte Wort hat. Dann will ich euch auch aus dem Tod auferwecken.“
Wie konnte er so etwas sagen? Jetzt strafften sich ein paar Männer empört. Andere murmelten: „So ein Unsinn. Niemand kann das außer Gott.“ Einige drehten sich um und gingen weg. Sie hörten noch von fern, wie Jesus sagte: „Mein Vater will allen Menschen helfen zu glauben. Und auch jetzt schon schenkt er mir Freunde. Und wer zu mir kommt, den werde ich niemals abweisen.“
Ab diesem Tag gingen viele Leute nach Hause und sagten: „Nein, das ist doch nichts mit diesem Jesus. Er will so wichtig sein wie Nahrung, wichtiger als das Brot, das Mose früher gab. Nein, das ist doch nicht möglich.“
Jesus hielt keinen auf. Aber er war traurig über jeden, der nichts mehr hören wollte. Seine 12 Schüler standen schließlich allein bei ihm. Jesus sagte: „Ihr müsst nicht bei mir bleiben. Wenn ihr wollt, dann geht auch.“
Doch da schüttelte sie ihre Köpfe. Und Simon Petrus ergriff das Wort und sprach für alle: „Wohin denn, Jesus? Es gibt keinen besseren Ort als bei dir. Wir wissen, du bist der von Gott versprochene Retter. Deine Worte sind voller Lebenskraft. Wir glauben dir.“
Ja, sie blieben. Und sie merkten sich alles genau, was sie erlebten. Später schrieben sie es auf. Deshalb kann ich es euch heute noch erzählen. Diese Geschichte findest du in der Bibel im Johannesevangelium Kapitel 6. Und ein Satz daraus hat dieses Jahr sogar eine ganz besondere Bedeutung. Es ist die Jahreslosung, ein Motto für 2022. Weißt du, welcher Satz es ist? Versuche doch, es herauszufinden.
Vielleicht hast du auch gemerkt, dass ich dir etwas nicht erzählt habe. Würdest du auch gern wissen, wie Jesus in der Nacht so schnell ans andere Seeufer kam? Das erzähle ich dir gern in der nächsten Geschichte. Vom Jünger Matthäus wurde besonders spannend aufgeschrieben, was in der Nacht bei den Jüngern im Boot passierte.
Du kannst darauf gespannt sein – so wie auf alles, was in diesem Jahr noch auf dich zukommt. Manches ahnst du vielleicht. Anderes wird ganz anders sein als du denkst. Aber das Angebot von Jesus, das gilt auch dir. Jesus verspricht: „Wie Brot dir Kraft gibt, wenn du es isst, genauso kannst du dich mit mir verbinden. Gemeinsam kommen wir durch alles durch und am Ende werden wir einander im Himmel sehen und umarmen.“
Möchtest du das? Simon Petrus hat laut gesagt: „Ich will bei dir bleiben. Ich glaube dir, Jesus.“ Und das Kind mit den 5 Broten und 2 Fischen? Das hat seine Verpflegung Jesus überlassen. Beide haben es nicht bereut. Ich möchte dir deswegen Mut machen zu glauben: Jesus lebt und ist für dich da!
Cornelia Hause, Januar 2022
Diakonin & Religionspädagogin, geb. 1971, Wilkau-Haßlau, Sachsen

Im Sturm auf dem See
Für kleine und große Bibelentdecker und Geschichtenliebhaber!

Bevor wir in die Erzählung eintauchen, möchte ich dich etwas fragen: Auf wen verlässt du dich?
Ich kann leider nicht hören, was du antwortest. Ich stelle mir vor, du sagst: Ich verlasse mich darauf, dass meine Eltern für mich sorgen. Ich vertraue meinen Freunden, dass sie mich nicht verpetzen. Und ich glaube auch dem Busfahrer, dass er wirklich etwas vom Fahren versteht.
Vielleicht hast du aber auch schon erlebt, dass du dich auf andere nicht verlassen konntest? Dann warst du sicher enttäuscht. Vielleicht stieg auch Wut in dir hoch und du hast sie an anderen ausgelassen. Möglich, dass du dich auch selbst getäuscht hast.
Kürzlich las ich von einem Erlebnis, an das sich ein Mann erinnerte. Als Junge hatte er Schlittschuhe bekommen und wollte sie natürlich auch ausprobieren. Der nahe See schien zugefroren zu sein. Ob er es einfach versuchen sollte? Er war schon oft im Winter auf dem See gewesen und außerdem würde er vorsichtig sein. So war er den Steg entlanggelaufen, hatte sich auf die Holzbretter gesetzt, die Schlittschuhe angezogen und die Beine vorsichtig nach unten aufs Eis gestellt. Dann wagte er, aufzustehen. Alles schien zu passen. Er fuhr mit Freude die ersten Kurven. Aber dann hörte sich das Eis unter den Kufen seltsam an. Schnell versuchte er, zum Bootssteg zu kommen. Doch zu spät! Ein Schrei! Das Eis brach einfach unter seinen Füßen ein. Er versank in dem kalten Wasser. Das Ende! Wenn, ja wenn nicht ein Mann noch zur rechten Zeit aufmerksam geworden wäre. Er hatte den Jungen gesehen und war zum Steg gerannt. Den aus dem Wasser ragenden Arm des Jungen bekam er gerade noch zu fassen. Dieser Halt war die Rettung. Der Junge wurde herausgezogen und nach Hause gebracht. Die Kraft dieses Mannes hatte ihn wieder ins Leben zurückgezogen. Natürlich vergaß er dieses Erlebnis nie. Aber erst viel später merkte er: Nicht nur auf zu dünnem Eis kann man einbrechen. Es gibt noch mehr, was Menschen runterzieht oder in böse Geschichten hineinzieht. Hast du das auch schon erlebt?
Da zeigt dir jemand geheimnisvoll Nachrichten auf dem Handy. Es sind freche, gemeine Worte und Bilder über andere. Du sollst mit darüber lachen. Wenn du nichts dagegen unternimmst, wirst du hineingezogen in ein eiskaltes Mobbing. Oder du weißt genau: Was meine Kumpels da planen, ist eigentlich verboten. Aber sie sagen: „Das erfährt ja keiner. Und es macht Spaß. Mach mit. Sonst gehörst du nicht zu uns.“ Du möchtest dazugehören und verbündest dich mit den falschen Freunden. Irgendwann merkst du das auch. Aber ob du dann noch loskommst? Ohne Hilfe ist das selten möglich. Vielleicht kennst du Leute, die Zigaretten rauchen. Auch wenn derjenige weiß: „Es schadet mir und anderen!“ Aufhören ist nicht so einfach. Das ist bei jeder Sucht so. Wenn du nicht aufhören kannst, am Computer zu spielen, Süßes in dich hinein zu stopfen oder fernzusehen, dann hängst du daran. Leicht kann dich so was runterziehen, dein Leben kaputt machen.
Dabei fällt mir eine Fabel ein. Ob du schon einmal etwas über Fabeln gehört hast? Fabeln sind Geschichten, in denen Tiere Eigenschaften haben wie Menschen. Und sie gehen im Gegensatz zum Märchen nicht oft gut aus. Auch nicht die vom Frosch und der Maus. Weil eine Maus unbedingt auf die andere Seite des Sees wollte, bat sie den Frosch: Kannst du mir helfen, hinüberzukommen.
Der Frosch sagte: Klar, das mach ich gern. Aber insgeheim machte er sich über die Maus lustig und wollte sie im Wasser ertränken. Er sagte: Wir müssen uns aneinanderbinden. Als ihre Beine verbunden waren, schwamm der Frosch los und zog die Maus nach. Aber dann tauchte er ab und die Maus bekam keine Luft mehr. Sie zappelte und kämpfte wie wild. Darauf wurde ein Greifvogel aufmerksam, der am See nach Futter ausspähte. Er schoss auf die Beiden zu, packte die Maus. Und an ihr hing auch der Frosch. Er verspeiste Beide.
So ist das also, wenn man sich falschen Freunden anschließt. Wir alle brauchen immer wieder guten Rat und echte Hilfe. Es muss jemand da sein, der es wirklich ehrlich meint, jemand, auf den man sich verlassen kann, der stark ist und gut. Immer!
„Wer zu mir kommt, den werde ich nicht wegstoßen!“ Erinnerst du dich? Jesus sagte das.
Er sagte es zuerst in der Synagoge von Kapernaum. Zu dem Zeitpunkt war Jesus eher traurig. Vielen Menschen hatte er geholfen, aber sie wollten ihm nicht ganz vertrauen. Sie gingen weg. Wunder zu erleben und Hilfe zu bekommen, das hatte ihnen gefallen. Aber als Jesus sagte: „Ihr braucht mehr. Ich selbst bin euer Retter, wertvoller als Nahrung. Ihr müsst euch mit mir verbinden, euch ganz an mich hängen, dann ziehe ich euch auch einmal aus dem Tod ins Leben.“, da glaubten sie ihm nicht.
Simon Petrus aber hatte das Wort für die 12 Schüler von Jesus ergriffen. Er versicherte Jesus: „Wir gehen nicht weg. Nirgends finden wir einen besseren Meister. Deine Worte, Jesus, haben Lebenskraft. Wir glauben, dass du Gottes Sohn bist.“ Jesus freute sich natürlich darüber. Wem macht es nicht Mut, wenn Freunde sagen: Wir halten zu dir. Allerdings wusste Jesus auch: „Einer aus der Truppe wird zu meinem Feind werden.“ Er dachte an Judas Iskariot. Der ließ sich später Geld geben und half mit, Jesus zu fangen, um ihn zu töten. Und Simon Petrus, der Wortführer? Jesus wusste: Er ist mutig, übermutig sogar – übermütig. Seine Worte sind ernst gemeint, aber er verlässt sich immer ein bisschen mehr auf sich selbst als auf Gott.“
Deshalb sagte Jesus: „Simon, dass du diesen Glauben hast, das ist ein Geschenk von Gott. Er hat dir die Augen und das Herz geöffnet. Deswegen kannst du stark sein.“
Simon Petrus wusste, was Jesus meint. Er hatte es ja erst in der Nacht erlebt – in der Nacht auf dem See Genezareth. Er würde nie vergessen, was da passierte. Simon hatte schon einige Stürme erlebt. Der See war dafür bekannt, dass das Wetter schnell umschlagen konnte. Die Berge ringsum ließen den Wind manchmal geradezu auf das Wasser fallen und dann konnten die Wellen hochschlagen. Aber Simon Petrus war ein erfahrener Fischer. Unzählige Nächte hatte er mit seinem Vater Jona und seinem Bruder Andreas und den Freunden Johannes und Jakobus auf dem See verbracht. Aus jedem Sturm waren sie zurückgekommen. Nein, ein Angsthase war er nicht. Auch auf den Fahrten mit Jesus war er immer der Chef im Boot gewesen. Er war stolz darauf, dem Meister Ruhe zu gönnen, selbst mit an die Ruder zu gehen und die Überfahrt wie ein Profi zu schaukeln. Das konnte er. Und auch an diesem Abend hatte er keine Furcht gehabt, obwohl Jesus sie allein losgeschickt hatte. Kein Problem!
Es war ein langer Tag gewesen. Noch immer sah man überall kleine Nachtlager, an denen Leute am Feuer saßen. Mehr als 5000 waren hierhergekommen, um Jesus zu treffen. Und er hatte sie nicht weggeschickt. Nein, sogar mit Abendbrot waren alle versorgt worden. Eine unglaubliche Geschichte. Nichts hatte Jesus dazu gebraucht als 5 Fladenbrote und zwei Dörrfische, die ein
Kind ihm gab und dazu ein Dankgebet. Alle waren satt geworden und begeistert von Jesus. Aber er hatte sich unauffällig verabschiedet. Er wollte in der Einsamkeit der Nacht mit seinem Vater im Himmel allein sein. „Fahrt schon rüber über den See. Ich komme nach.“ Die 12 Jünger hatten die Schultern gezuckt und nicht nachgefragt. Sie waren in ihr Boot gestiegen. Bald würden sie in Kapernaum sein und sich im Haus von Simon ausschlafen können.
Doch es kam anders. Ein Sturm zog auf. Sie waren schon einige Kilometer von Land weg, als es losging. Der Wind hatte von jetzt auf dann aufgefrischt und das Boot war immer schwerer auf Kurs zu halten. Zurück zum Ufer kamen sie nicht. Und voran? Das wurde auch sehr bald unmöglich. Stattdessen fühlten sie sich dem Spiel der Wellen ausgeliefert. Nun hieß es nur noch Durchhalten und Kämpfen. Immer wenn sie meinten, der Wind lasse nach, türmte sich eine neue Welle auf. Sie versuchten, das Wasser aus dem Boot zu schöpfen, aber nur, um neu überspült zu werden. Hauptsache war es jetzt, dass keiner über Bord ging. Die Männer verwünschten die Idee, an diesem Abend noch über den See zu fahren. Jesus hatte es gewollt. Ließ er sie mit Absicht hier allein?
Es musste gegen 4 Uhr sein, vielleicht auch schon später. Der Wind beruhigte sich einfach nicht und ihre Kraft war fast ganz erschöpft. Da gellte auf einmal ein Schrei, laut und voller Furcht. Einer zeigte mit aufgerissenen Augen auf den See, während er sich mit der anderen Hand an die Reling klammerte. „Seht doch! Dort! Was ist das?“ Ja, was war das? Zwischen den Wellen tauchte eine helle Gestalt auf. Es schien, als laufe jemand über das Wasser. Aber das war ja ganz unmöglich. Wer konnte das sein? Ein Gespenst? Das Boot senkte und hob sich und wieder sahen sie die helle Gestalt. Johannes hielt sich ganz dicht bei Simon Petrus. Beide starrten in das Dunkel. Da war sie wieder, größer. Wer immer das war, er kam näher. Simon Petrus sah Johannes an und las ihm von den Lippen ab, was auch er dachte: „Jesus!“ Mit einem Ruck stand Petrus aufrecht und begann mit den Armen zu fuchteln. Alle hörten, was er rief. Denn er schrie gegen den Wind an: „Jesus? Bist du es? Dann lass mich zu dir kommen!“ Und dann sahen alle fassungslos zu, was Simon Petrus tat. Er schwang sich über die Bordwand und heftete seinen Blick fest auf Jesus. Dann ließ er sich ins Wasser gleiten. Wollte er zu Jesus schwimmen? Bei diesen Wellen? Das war ganz unmöglich. Doch Petrus sank ja gar nicht ins Wasser ein. Es war so als ob er Boden unter den Füßen hätte, festen Grund mitten im Sturm. Simon Petrus stellte voller Freude fest, dass er auf Jesus zulaufen konnte. Und gerade als er über sich selbst begeistert auf das Wasser schaute, da sah er sie. Diese Welle! Sie rollte wie eine Wand auf ihn zu. Und mit einem Mal packte Simon das blanke Entsetzen. Sie würde ihn umhauen, begraben. Er würde... Und da passierte es auch schon. Er sank. Seine Füße hatten keinen Halt mehr. „Jesus, hilf mir!“ Das war alles, was er schreien konnte.
Vor einigen Jahren hatten mein Mann und ich einen Unfall mit dem Auto. Es passierte auf glatter kurviger Straße. Sie war zudem schmal und wenig befahren. Wir hatten einen Besuch gemacht und waren auf dem Heimweg. Doch das Auto gehorchte nicht mehr. Es schlingerte und in Bruchteilen von Sekunden wurde uns Beiden klar, dass es nicht gut ausgehen konnte. Heute erinnere ich mich genau, dass ich laut „Jesus“ gerufen habe. Das Auto kam an einem Baum zum Stehen. Und das nächste, an was ich mich erinnern kann, ist. Da war eine Frau, sie hatte die Autotür geöffnet. Sie redete beruhigend auf mich ein. Leute halfen uns. Ich weiß bis heute nicht, wer es war. Wir kamen in das nahe gelegene Krankenhaus. Aber es war uns fast nichts passiert.
Wir mussten nicht dortbleiben. Wenn ich heute zurückdenke, dann weiß ich: Das war nicht das einzige Mal, dass Jesus seine Hand ausgestreckt hat und mich rettete.
Damals als Petrus einen Moment lang dachte: „Ich kann allen Wellen trotzen!“, da blieb ihm am Schluss auch nur noch der Schrei: „Jesus! Rette mich!“ Auch so kann man zu Jesus kommen. Er ist so viele Male stärker als wir. In der Bibel steht. Durch Jesus wurde die ganze Welt gemacht, durch das Wort Gottes fand das Universum, Himmel und Erde, seine Ordnung und seinen Halt. Er war es, der Tieren und Menschen Lebensatem gab. Dieser Gott wollte vor allem mit seinen Menschen verbunden sein. Einer sollte sich auf den anderen verlassen können. Aber auf die Menschen war kein Verlass. Und seitdem suchte Gott sie, ja er wurde selbst ein Mensch. Jesus ist der ausgestreckte rettende Arm Gottes, der uns wieder Boden unter die Füße geben kann.
In der Nacht auf dem See erlebte das Simon Petrus wie kein anderer vor und nach ihm. Jesus umschloss seine Hand. Und so – nur so – konnten sie sicher durch die Wellen gehen, das letzte Stück bis zum Boot. Der Sturm tobte. Und Simon Petrus ließ sich führen wie ein Kind. Das war kein Grund, sich zu schämen. Als dann Beide ins Boot traten, wurde es still. Der Sturm war vorbei. Wieder einmal hatten alle erlebt: Jesus ist Gott selbst, hier bei uns mit seiner ganzen wunderbaren Lebenskraft.
Deshalb kam das Boot am Morgen mit allen Jüngern und Jesus in Kapernaum an. Später trafen die anderen Schiffe ein. Davon habe ich das letzte Mal erzählt. Diese Leute waren erstaunt zu hören: „Jesus war mit in dem Boot.“ Sie hatten ja gesehen, dass er nicht mit eingestiegen war. „Wie ist es möglich, dass Jesus schon hier ist?“ Darauf bekamen sie an diesem Tag keine Antwort. Sie hätten dadurch auch nicht mehr geglaubt. Jesus suchten sie ja nur, weil er ihre Wünsche erfüllen sollte. Sie wollten seine Gaben, aber nicht ihn selbst als Freund und schon gar nicht als Meister. Von einem Meister lernen Azubis. so wie Schüler vom Lehrer. Ein Meister zeigt, wie es gehen kann, unterstützt und führt auch mal die Hand. Das muss man zulassen.
Die Leute damals wollten das nicht. Es fiel auch Simon Petrus schwer. Aber immer, wenn er Jesus vertraute, merkte er: „Jesus ist der beste Lehrer. Er lässt mich nie fallen. Er zieht mich nicht runter. Ich bin ihm wichtig. Jesus hält sein Wort. Er bringt voran, auch durch Wellen.“
Ich habe das auch erlebt. Und ich bin heilfroh, dass ich Jesus glauben kann. Und du? Wenn du Jesus auch vertrauen willst, dann sag es ihm einfach. Bitte ihn, dich zu führen, damit du nicht den falschen Leuten traust.
Die ersten Christen hatten ein Geheimzeichen. Sie malten einen Fisch in den Sand. In griechischer Sprache heißt Fisch „Ichthys“. Nimmt man die Buchstaben einzeln, erinnern sie an ein Bekenntnis: Jesus Christus, Gottes Sohn Retter. Heute siehst du den Fisch als Autoaufkleber.
Übrigens: Ich finde, die Legende von Frosch und Maus hätte ein besseres Ende verdient. Fällt dir eins ein? Schreibst du mir deine Idee?
Wenn du magst, dann kannst du diesen Vers als Gebet sprechen und lernen: Führe mich, o Herr, und leite, meinen Gang nach deinem Wort. Sei und bleibe du auch heute mein Beschützer und mein Hort. Nirgends als bei dir allein kann ich recht bewahret sein. Amen.
Jesus hat auch heute noch die größte Kraft und die stärkste Liebe!
Cornelia Hause (Januar 2022)
Diakonin & Religionspädagogin, geb. 1971, Wilkau-Haßlau, Sachsen

Bild & Text: Cornelia Hause

Jahreslosung 2022

Jesus sagt: Ihr habt mich gesehen und glaubt doch nicht. Alles, was mir mein Vater gibt, das kommt zu mir; und wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen. Johannes 6, 36b.37

Nimm es in Anspruch!

Das Jahr 2022 erinnert an ein Versprechen von Jesus, das gekürzt aus dem 6. Kapitel des Johannesevangeliums entnommen ist „Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen.“

Das klingt sehr schön und fast schon selbstverständlich. Was anders erwarten Menschen heute von Gott? Natürlich darf der liebe Gott Menschen nicht ablehnen, nicht wegschicken. Oder? Erzählt Jesus nicht in seinen Gleichnissen auch von verschlossener Tür und vom Hinausgestoßen-werden? Ich lese das gesamte Kapitel 6 im Johannesevangelium und spüre: Alles hängt davon ab, ob Menschen zu Jesus kommen, ob sie wirklich kommen, wirklich zu ihm. Und das ist alles andere als selbstverständlich.

Ich hörte kürzlich, dass eine Christin zur Jahreslosung sagte, man müsste den Vers ändern. Man würde ja heute aus der Kirche hinausgestoßen durch Einschränkungen im Zutritt während der Pandemie. Über manche Regularien mag man unterschiedlich denken. Umschreiben muss man den Vers sicher nicht. Gerade weil selbst Christen untereinander abweisend und zänkisch sein können, müssen wir zu Jesus kommen. Und das ist nicht zwangsläufig gleichbedeutend mit dem Eintritt in eine Kirche oder dem mitgesprochenen Vaterunser. Insbesondere in den Gleichnissen über die letzte Zeit (Matthäus 25) geht es allesamt nicht um Gottesleugner, sondern um Leute, die sich auskannten, die in den Himmel wollten und die zum Teil letztlich abgewiesen werden und das Leben verlieren.

Natürlich ist es wunderbar, wenn Türen weit offenstehen. Von einer offenen Tür zum Himmel oder vom Blick durchs Schlüsselloch, war an Weihnachten die Rede. Gott kam auf die Erde und der Vorhang wurde für ein paar Menschen zur Seite gezogen. Da war Maria, die dem Wunder traute ohne zu verstehen; die Hirten, die gewohnt waren zu ducken. Da war der alte Simon und Hanna, die nur noch eins vom Leben erhofften: den Erlöser zu sehen. Da waren auch die Gottsucher unter den Heiden, Magier. Die frommen Gelehrten wussten die Schriftstelle und den Geburtsort, aber kamen nicht zu Jesus. Für den Gottessohn blieben von Beginn an viele Herzen und Türen verschlossen. Er kam als das Licht, aber die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht, denn ihre Werke waren böse. (Johannes 3, 19)

Wenn du zu mir kommst, werde ich dich nicht abweisen, sagt Jesus. Wenn ich komme! Wenn!

Die Jahreslosung ist ein Angebot. Ein Angebot kann ich in Anspruch nehmen oder nicht.

2021 im Herbst verschob sich der Termin einer Operation und ich hatte kurzfristig mit meinem Mann ein freies Zeitfenster, in dem alle sonstigen Verpflichtungen schon organisiert waren. Ich war sehr abgespannt und gar nicht in der Lage, neue Pläne zu machen. Mein Mann erinnerte sich aber an ein Angebot. Vor einigen Monaten hatten liebe Menschen erwähnt, dass wir ihre neu eingerichtete Ferienwohnung gern einmal für ein Wochenende als Besucher nutzen dürften. Es war wohl meiner Erschöpfung zuzuschreiben, dass ich tatsächlich anfragte. Leicht fiel es mir nicht, mich auf das Angebot zu beziehen. Irgendwie fand ich es unanständig. Wir hatten doch gar nichts

vorher gegeben. Das kann man doch nicht einfach annehmen. Doch genau das taten wir. Und diese Zeit wurde zur Erfahrung eines herzlichen und echten Geschenks.

Aber wie oft habe ich ein Angebot nicht in Anspruch genommen. Dafür kann es viele Gründe geben.

Erinnerst dich das an ähnliche Situationen? Vielleicht hat jemand den Einkauf in der Quarantäne angeboten oder aufgefordert: „Ruf mich an, wenn du Hilfe brauchst!“ Vielleicht war es auch nur das: „Lass mich zahlen!“ Oder: „Wenn du möchtest, dann räume ich heute die Küche auf.“

Fällt es dir auch schwer, auf ein ausgesprochenes Angebot hin genau das zu erbitten?

Sicher ist es immer ein wenig abhängig davon, wer mir ein Angebot macht. Wenn ich schon den ganzen Vormittag in der Küche gestanden habe, fällt es mir leichter, das Aufräumen mal anderen zu überlassen. Ich bin nicht nur dankbar für die Ruhe, es erscheint mir auch ein wenig verdient zu sein. Aber einfach so etwas annehmen? Ich möchte doch niemandem zur Last fallen, andere nicht überfordern.

Ich ertappe mich zudem bei dem Verdacht, dass ein Angebot der Unterstützung und Hilfe nicht so ernst gemeint sein könnte. Ich misstraue dem Anbieter, weil mir die Heuchelei aus Höflichkeit selbst leider nicht fremd ist. Vielleicht hat der andere die Hilfe nur angeboten, um sein Gewissen zu beruhigen und möchte im Grund aber hören: „Danke. Das ist nett. Aber es ist nicht nötig. Ich komme klar.“ Oder es geht nach dem Motto zu: „Eine Hand wäscht die andere.“ und vielleicht fühle ich mich nicht in der Lage, dem gerecht zu werden?

Die Einladung von Jesus ist von der Art, das kein Mensch sich dafür wirklich revanchieren könnte. Jesus sagte: „Kommt her zu mir alle, die ihr euch mit Lasten abquält. Ich will euch Ruhe geben.“ (Matthäus 11, 28) Oder: „Bittet, so wird euch gegeben. Sucht, so werdet ihr finden. Klopft an, so wird euch geöffnet.“ (Matthäus 7,7)

Menschen sind verschieden.

Mancher nimmt aus Bescheidenheit oder Scham ein Angebot nicht in Anspruch, andere fordern Versprechen ein als seien sie ihr gutes Recht. Dass man zueinander kommt, das kann genauso an nicht formulierten Erwartungen scheitern wie an einer demonstrativen Anspruchshaltung.

Vielleicht neigst du ja weniger zu Stolz wie ich. Denn was nach außen wie Bescheidenheit aussieht, kann doch genau das sein. Stolz. Das Bedürfnis, unabhängig und stark zu wirken, hindert mich daran, ein Problem anzusprechen, auf ein Angebot zurückzukommen und es einfach dankbar anzunehmen.

Wenn es dir leichtfällt, auf Angebote anderer zurückzukommen und sie in Anspruch zu nehmen, dann gratuliere ich. Dann fällt es dir sicher auch leichter, Gottes Angebot anzunehmen und ihn daraufhin anzusprechen. So sind auch Kindern. Jesus stellt sie als Vorbild hin, was das Annehmen betrifft. Ja, er macht damit sogar deutlich, wodurch der Himmel am Ende doch verschlossen bleiben kann, wenn er sagt: „Wer das Reich Gottes nicht wie ein Kind empfängt, der kommt nicht hinein.“

Kein Baby hat ein schlechtes Gewissen dabei, seine Eltern voll in Anspruch nehmen. Und das ist gut so, denn sonst würde es ja sterben. Wenn ein Baby Hunger hat, dann schreit es. Es nimmt

keine Rücksicht auf die Nachtruhe der Mutter. Es erhebt seinen Anspruch. Und wenn es den Eltern dafür Momente großen Glücks, ein Lächeln, zurückgibt, dann doch unbewusst und ohne Absicht. Ein kleines Kind, das mit Angstträumen erwacht, kommt zu den Eltern und sucht ihre Geborgenheit ohne sich schämen. Ein Kind stellt Fragen und lässt sich aufhelfen, wenn es hinfällt.

Ein kleines Kind weiß unbewusst, dass es seine Ansprüche auf Sauberkeit und Nahrung geltend machen muss, die schützenden Arme braucht, das zugewandte Gesicht. Genau das ist für uns oft nicht mehr selbstverständlich. Irgendwann denken wir, das Leben im Griff zu haben.

Johannes schreibt am Beginn seiner Berichte über Jesus, dass dieser in seine Welt kam, in der ihn die Menschen ablehnten, hinaus stießen. Die ihn aber aufnahmen und an ihn glaubten, bekamen das Recht, Kinder Gottes zu heißen (Johannes 1, 11).

Ein Kind Gottes sein – das heißt nicht nur: Hinfallen, Aufstehen, Krone rücken. Das bedeutet auch, Vater und Mutter lieben ohne alles zu verstehen, sich den Dreck wegwischen lassen, Ermahnung annehmen, Grenzen einhalten, Pläne absprechen, Schuld zugeben und vor allem immer wieder kommen, heim kommen,

Im Glauben dürfen wir Gott Vater nennen, Trost erbitten, in offene Arme der Vergebung laufen, auch etwas wagen. Ich denke an Simon Petrus. Als Jesus einmal im Sturm über den See lief, fragte er: „Darf ich zu dir kommen?“ Und er lief Jesus auf dem Wasser entgegen, in der stürmischen See. Petrus darf es versuchen, die Erfahrung der Kraft Gottes und auch des Versagens machen, um Hilfe schreien, sich auch retten lassen.

Dazu ermutigt Gottes Geist (Römer 8, 16). Gott macht durch den Geist lebendig (Johannes 6,63). Er bezeugt auch Jesus als Gottessohn (Matthäus 3, 17). Bei der Taufe erscheint diese Kraft als Taube. Sicher ist, ohne Gottes Zutun können wir nicht bis zu Jesus kommen. Jesus sagt: „Die mir mein Vater gibt, kommen zu mir.“ (Joh.6,36) Ich kann in eine Kirche gehen und doch in meinem Groll oder der Haltung von Selbstgerechtigkeit bleiben und so nicht zu Jesus kommen. Ich kann sogar predigen, ohne Gottes Wort selbst für mich in Anspruch zu nehmen.

Das Versprechen: „Wer anklopft, dem wird geöffnet.“ oder auch: „Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen.“ gilt immer nur im Zusammenhang der Herzenshaltung. Denn ich kann auch in den Himmel wollen ohne die Tür dafür zu akzeptieren.

Im Gleichnis von den zehn Jungfrauen (Matthäus 25) waren alle Mädchen in der Überzeugung losgezogen, zum Fest eingeladen zu sein. Sie kannten den Bräutigam. Sie wollten mit ihm feiern. Alle hatten ihre Ausrüstung dabei. Aber am Schluss wurden nur fünf von ihnen eingelassen. Die sogenannten törichten Jungfrauen hatten kein Öl zum Nachfüllen ihrer Lampen mitgenommen. Über die lange Wartezeit hin wurde genau das aber nötig. Waren sie sich ihrer Position zu sicher gewesen? Erhoben sie den Anspruch, dass sie unentbehrlich sind und schon reichen wird, was sie mitbringen. Als sie ihre Lampen nicht zum Brennen bekommen, sollen andere für sie Verantwortung übernehmen und Öl abgeben. Doch nicht immer kann man schnorren. Als sie schließlich zu spät am Tor zum Festsaal stehen, bleibt die Tür verschlossen. Der Bräutigam sagt: „Ich kenne euch nicht!“ Das heißt: „Wir waren nicht zusammen. Ihr seid mitgelaufen, aber ihr habt nicht mich gesucht.“ Erschreckt dich das auch noch?

Jesus hat es nicht nötig, uns Angst zu machen. Aber wie Eltern ihre Kinder vor Gefahren warnen und die Konsequenzen aufzeigen, will Jesus mich aufrütteln: „Achte auf deine Herzenshaltung.“

Im Judasbrief lese ich (20): „Bewahrt euch in der Liebe Gottes!“ Was heißt das? Zu Kindern sagt man wohl schon mal: „Das musst du dir bewahren, diese Aufrichtigkeit, diese Offenheit. Das darf dir nicht ausgehen.“ Es darf nicht versiegen.

Paulus beschreibt im berühmten 13. Kapitel des 1. Korintherbriefs auf unvergleichliche Weise die Liebe, die von Gott kommt. Nicht die Erkenntnis, nicht Gehorsam und die strahlenden Begabungen zählen, nicht einmal die Barmherzigkeit und Opferbereitschaft klingt gut, wenn keine echte Liebe mitschwingt. Wenn dem Christsein die Grundmelodie der Liebe fehlt, wird ihr Klang scheppern. Alle – auch die frommen Werke – geschehen entweder aus aufrichtiger Herzlichkeit und damit sind im Namen von Jesus getan – oder sie zählen nicht. Punkt.

Jesus macht deutlich, dass es bei seiner Einladung nicht nur um eine Stippvisite bei ihm geht, mal eben anklopfen, ein Problem benennen und dann zum Abholen nochmal schnell vorbeikommen. Im Johannesevangelium machen die sogenannten „Ich bin Worte“ Jesu sehr deutlich, was es heißt, zu Jesus zu kommen. Ich bin der gute Hirte (Joh. 10), sagt Jesus. Meine Schafe hören meine Stimme und folgen mir. Oder: Ich bin das Licht. (Joh. 8) Ich führe dich auf helle Wege. Oder: Nur mit mir verbunden, kannst du wachsen und Frucht bringen. (Joh. 15)

Im Kapitel der Jahreslosung geht es um Jesus als das Brot des Lebens. Lest unbedingt einmal das ganze Kapitel. Es beginnt mit der Speisung der Fünftausend. Viele kommen zu Jesus, heißt es da. Viele waren Jesus nachgelaufen, weil er Kranke geheilt hatte. Und sie suchten ihn auch, nachdem er Brot und Fisch vermehrt hatte und schon wieder in Kapernaum in der Synagoge war. Sie kamen zu Jesus, weil sie hofften, ihn als König des Wohlergehens zu gewinnen. Sie stellten sogar Ansprüche und forderten Jesus auf: „Beweise dich durch weitere Wunder!“

Aber Jesus wusste, dass sie nicht glaubten. Nicht Liebe zu Gott trieb sie zu ihm. Sie schätzten auch ihre Lage ganz falsch ein. Sie waren nicht hungrig nach Ewigkeit, sie suchten Jesus nicht als Medizin gegen die unheilbare Wunde der Gottvergessenheit. Und dann spricht Jesus vom Lebensbrot. „Ich bin das Brot des Lebens, wer zu mir kommt, der wird nicht hungern und wer an mich glaubt, den wird nimmermehr dürsten.“ (Joh 6,35) Wer das Brot nicht isst, der hat es nicht aufgenommen. Wer Wasser nur anschaut, bekommt den Durst nicht gelöscht. Und mit himmlischen Dingen ist es auch so. Die kommen nicht durch bloßes Ansehen und Nachplappern zu uns. Jesus sagt: „Mein gebrochener Leib bringt euch Unvergänglichkeit und mein vergossenes Blut bringt euch Heilung, wenn – ja wenn ihr es in euch aufnehmt, wenn ihr es euch zu eigen macht. Nur mit mir verbunden, habt ihr auch Anteil an mir.“

Das erschien den Menschen damals als eine Zumutung. Sie wollten es nicht hören. Viele schüttelten verständnislos die Köpfe, gingen weg. Jesus fragte seine 12 Schüler: „Wendet ihr euch auch verständnislos ab von mir?“

Petrus und die anderen Jünger konnten zu diesem Zeitpunkt ganz sicher auch nicht alles verstehen. Aber nicht immer geht es darum, alles zu wissen, wie wertvoll es mir auch ist, viele Bibelstellen zu kennen. Jesus fragt uns zuerst, ob wir ihm vertrauen wollen. Glaube, der alles erkennt, muss nicht vertrauen. Ob Gott unser Herz erreicht hat, das zeigt sich gerade dann, wenn die klare Sicht fehlt. Stellvertretend für alle formulierte Petrus: „Wohin sollten wir gehen, du hast Worte ewigen Lebens. Wir haben geglaubt und erkannt, du bist der Heilige Gottes.“ (Joh. 6,68)

Später würde auch das Licht von Petrus verlöschen. Was er nie für möglich gehalten hatte, geschah: Er schlief ein statt zu beten. Er leugnete, Jesus zu kennen aus Angst vor Verhaftung. Seine Tränen waren aber Zeichen echter Reue und Selbsterkenntnis. Dann der Tag nach Ostern am See Tiberias. Da stand Jesus am Ufer, zunächst unerkannt und rief den Fischern zu: „Habt ihr nichts zu essen, Kinder?“ Und tätsächlich – es war wie ein Déjà-vu aus der ersten Begegnung mit Jesus – sie hatten überhaupt nichts gefangen. Doch dann auf die Aufforderung des Fremden hin, waren die Netze voll. Johannes flüsterte: „Es ist Jesus.“ Und Petrus? Er sprang aus dem Boot und schwamm ans Ufer. Solche Verrücktheit kommt am ehesten aus Liebe. Nach der Mahlzeit, die Jesus schon vorbereitet hatte – er brauchte also nicht wirklich den frischen Fang – nahm Jesus Petrus auf die Seite: „Hast du mich lieb?“ fragte er. Und Petrus, dessen Name Fels hieß und der bis dahin immer gemeint hatte: „Jesus hat mich so genannt, weil ich so ein treuer Kerl bin.“ Dieser Petrus klingt eher leise als er antwortet: „Du weißt alles. Du weißt, dass ich dich liebhabe.“ Und dabei benutzt er nicht das größte Wort für selbstlose Liebe, sondern das kleine Wort für Freundschaft. Nun baut er nicht mehr auf sich, sondern auf Jesus. Und nur so ist es möglich, den Auftrag auszuführen, den er bekommt: „Sei ein Hirte für die Großen und Kleinen in der Gemeinde.“

Wer zu mir kommt... Jesus meint: Für den habe ich mehr als eine Ferienwohnung fürs Wochenende vorbereitet. Ich möchte von jetzt an eine Ewigkeit mit ihm verbringen. Zum Glauben kommen – das bedeutet, dem gebrochenen Brot des Lebens, dem vergossenen Kelch des Heils mehr zutrauen als den eigenen Mittelchen.

Der Prophet Jesaja bringt es schon Jahrhunderte vor Jesu Geburt auf den Punkt: (43,25): „Aber mir hast du Arbeit gemacht mit deinen Sünden und hast mir Mühe gemacht mit deinen Missetaten. Ich, ich tilge deine Übertretungen um meinetwillen und gedenke deiner Sünden nicht.“ Du hast mir Mühe gemacht mit deiner Sünde... Du hast mich überbeansprucht wie ein Baby, das immer wieder in seinen schmutzigen Windeln schreit. Aber ich will dich sauber machen, deinen Dreck abwischen, dich neu ankleiden und deinen Hunger stillen.

Anders ist Zutritt zum Reich Gottes nicht zu haben. Lasse ich das zu? Glaube ich, das zu brauchen?

Schon als Jesus als Baby in der Krippe lag, auf Heu und Stroh, sprachen die Umstände Bände. Nichts habe ich Gott zu geben, was wirklich von Bestand ist. Auch unsere besten Taten entpuppen sich schnell als Stroh. Aber Gott bietet seine ganze Liebe auf und nimmt unseren Schmutz, unsere Armut an, er verbindet sich mit uns. Und plötzlich leuchtet unser Leben. Er ist das Gold, das glänzt und im Feuer bleibt. (1. Korinther 3, 12) Er erträgt mein Stroh und legt sich selbst hinein. Und plötzlich werden meine Worte seine Worte und damit Nahrung für andere. Er bedeckt meine Schuld. Aus Stroh kann nur im Märchen Gold werden. Aber Gott kann das Vesperbrot und den Fisch eines Kindes zu Brot für 5000 werden lassen. (Joh. 6,9) Und aus dem Holz von Krippe und Kreuz schlägt er eine Brücke zum Leben. Hier wie dort ausgebreitete Arme und seine Einladung: „Kommt doch! Vertraut diesem Weg.“

Jeden Tag kann ich mich neu mit Jesus verbinden. Im Abendmahl wird es besonders deutlich.

Am deutlichsten wird es am Kreuz. Als Jesus dort vor die Tore der Stadt ausgestoßen, verflucht am römischen Galgen hing, da wurden auch zwei Verbrecher neben ihm gekreuzigt: Aufwiegler, Übeltäter. Beide machten ihre Ansprüche geltend. Der Eine stimmte in den Spott der Gaffer ein:

„Bist du nicht der Christus? Hilf dir selbst und uns!“ Das klang spöttisch und herausfordernd. Er pochte auf sein vermeintliches Recht. Ist Gott nicht dazu da, um zu helfen? Wenn er es nicht tut, will ich nichts von ihm wissen. Wie schrecklich, denkt der andere, der es hört. Und auch er klopft an bei Jesus.

Seine Herzenshaltung ist eine ganz andere als die seines Kumpanes. Er hat in diesem geschundenen und verspotteten Mann am Kreuz den Messias erkannt und gleichzeitig sich selbst als zu Recht gerichtet. Unter den Schmerzen der Hinrichtung erwidert er: „Fürchtest du nicht einmal Gott, der du doch in gleicher Verdammnis bist? Wir sind es zwar mit Recht, denn wir empfangen, was unsre Taten verdienen. Dieser aber hat nichts Unrechtes getan.“ Wie und worum er Jesus bittet, sagt viel: „Jesus, denke an mich, wenn du in dein Reich kommst!“ (Lukas 23, 42)

Und ihm wird der Himmel zugesprochen, obwohl er nichts mehr dafür geben kann. Nichts, außer dem Wunsch, dass Jesus an ihn denkt. Es ist genauso wie im Gleichnis der Jungfrauen, von denen 5 mit ihren Lampen in den Hochzeitssaal treten dürfen. So darf auch dieser Hingerichtete eintreten. Das Öl, was ihm fehlt, ist ihm zugeflossen. Er ging genauso gerechtfertigt in die Ewigkeit wie einst der Zöllner durch sein ehrliches Gebet: „Gott sei mir Sünder gnädig!“ heimging, während der selbstsichere Pharisäer leer blieb. (Lukas 18, 10-14)

So sehr hat Gott die Welt geliebt, so sehr hat Gott dich und mich wertgeschätzt, dass er uns nicht verlieren will an den Lügner und Durcheinanderbringer der Weltzeit. Das Kreuz war das Mittel der Wahl. Welches Recht haben wir, es besser wissen zu wollen und uns auf volkstümliche moderne Ansichten einzulassen, die behaupten: „Es kommen alle, alle in den Himmel!“ oder „Eine gute Tat hat doch jeder getan.“

Was wir brauchen ist das, was wir uns nicht selbst geben können. Wir können es auch nicht schnorren und nicht kaufen. Und irgendwann lässt es sich wohl auch nicht mehr erbitten: das Öl, der Geist der Liebe. Aber noch ist es nicht zu spät. Dieses Jahr lädt uns ein, das Fenster zu öffnen und die Taube mit dem Ölzweig einzulassen. Jesus selbst ist der Friede (Epheser 2, 14) und in keinem anderen ist das Heil. (Apg 4,12) Das bewahre ich nur, wenn ich mich nicht auf mein Haus, mein Auto, mein Boot – auf meine Kirche, meine Gerechtigkeit, meine Gaben... verlasse, sondern Gott bitte, dass er dies alles nutzt und sich selbst, sein Gold, hineinlegt. Unser Licht geht am Ende aus. Jesus bleibt – er ist Anfang und Ende – A und O. Der Apostel Johannes konnte einen besonderen Einblick gewinnen. Selbst wegen seines Glaubens verbannt, schrieb er den verfolgten Christen der jungen Kirche (Offenbarung 21): „Ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde... und die Hütte Gottes bei den Menschen. Er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein und er selbst wird ihr Gott sein; und wird abwischen alle Tränen von ihren Augen und der Tod wird nicht mehr sein.“ „Und selig, deren Namen im Buch des Lebens stehen.“ (Offenbarung 20, 15)

Immer wieder schließe ich mich gern dem Gebet Davids (Psalm 139) an:

Erforsche mich Gott und erkenne mein Herz, prüfe mich und erkenne, wie ich es meine. Und sieh, ob ich auf bösem Wege bin und leite mich auf ewigem Wege.

Cornelia Hause, 01.01.2022
Diakonin & Religionspädagogin, geb. 1971, Wilkau-Haßlau, Sachsen


Kaum zu GLAUBEN…

An welche Einzelheiten aus deiner Kindheit erinnerst du dich?

Haben dir deine Eltern von deiner Geburt,

deiner Zeit als Kleinkind oder als Schulkind erzählt?

Wie sehen deine Erinnerungen oder Erinnerungsfetzen aus?

Gibt es Bilder, Fotos, Videos?

Wie sehen die schönen Erinnerungen an diese Zeit aus?

Waren es schwierige Zeiten, weil deine Kindheit während des Krieges stattfand?

Waren es die Nachkriegsjahre? Die Zeit des Aufbruchs und der Möglichkeiten?

Waren es die 70er, 80er, 90er oder zählst du dich zu den JUNGEN, Generation X?

An welchen Stellen dieses Lebensabschnitts, deiner Kindheit,

tauchten die Worte Gott oder Glauben auf?

War es zu Hause im Elternhaus, in der Schule, in der Kirche, bei Freunden und Bekannten?

Waren es Gebäude, Bücher oder Gespräche, die Gott in dein Leben brachten?

Wo war Gott? Wo ist Gott?

Manchmal ist es „kaum zu glauben“ wie viel GOTT in unserem Leben steckt.

Im Nachhinein kann ich nur sagen:

Gottes Wirken in meinem Leben war wohl dort am stärksten,

wo ich es noch gar nicht so wahr genommen habe. In meiner Kindheit.

Denk einmal darüber nach!

Und sag einfach mal DANKE.

DANKE für all das, was GOTT

in deinem Leben bewirkt hat.

Dank für Bewahrung,

Dank für die Eltern,

Dank für die Geschwister,

Dank für die Schulkameraden und - kameradinnen,

Dank für Heilung und Gesundheit,

Dank für Nahrung und Wohnung

und vieles mehr…

Kaum zu glauben, wie viel GOTT

in deinem Leben steckt.

Kaum zu GLAUBEN…

Impuls: Achim Rheinschmidt

August 2021

PSALM 100
Impuls von Achim Rheinschmidt für 2021
Wenn dir die Worte fehlen, um mit Gott ins Gespräch zu kommen,
dann nutze die Psalmen, das Gebetbuch der Bibel.
Wie oft habe ich diesen Satz schon gelesen oder gehört?
Wie oft habe ich diese Hinweise schon ignoriert und vor mir hergeschoben?
Wie oft habe ich beim Lesen des Neuen Testaments
schon in den seitlichen Kommentaren und Hinweisen aus dem Augenwinkel wahrgenommen,
dass da mal wieder ein Zitat aus einem Psalm 
 z.B. von Jesus selbst benutzt wurde? Und wie oft habe ich nicht zurückgeblättert, um genau nachzulesen, wie der Wortlaut und Inhalt des gesamten Psalms denn nun lautet? Und dennoch gab es Tage und Wochen in meinem Leben,  da haben mich bestimmte Psalmen plötzlich fasziniert und nicht mehr losgelassen. Haben sich eingebrannt und sind zu Liedern geworden.  Psalm 1, Psalm 115, Psalm 139 und vor kurzem Psalm 100. Psalm 100 bildet den Abschluss einer Reihe von Psalmen 93 - 99,  die theologisch als fortlaufende Reihe gesehen werden, als prophetisches Oratorium unter der Überschrift „Gott ist König“. Psalm 100 bildet an dieser Stelle den rühmenden Abschluss - die sogenannte Doxologie. Das Wort kommt aus dem Altgriechischen und bedeutet „Herrlichkeit“ und „Ehre“.  Psalm 100 rühmt somit die Herrlichkeit Gottes. Psalm 100 ist wie das AMEN in der Kirche. Und genau daran bin ich hängengeblieben. Wie genau geht das nämlich, das Rühmen Gottes? Ich musste feststellen, dass ich keine Ahnung davon habe.  Worte und echte Emotionen, die diese Worte auch widerspiegeln, fallen mir nicht leicht. Ich bin nicht an einem Königshof aufgewachsen und habe auch nicht gelernt, wie man einen König, Kaiser oder Alleinherrscher begrüßt und ehrt. Ich lebe in Deutschland, viele Jahrzehnte nach dem deutschen Kaiserreich. Alte Filme, wie „Sissi - die österreichische Kaiserin“ -  zählen für mich zum Bereich „Herz-Schmerz“, doch dort kann man wahrnehmen und sehen, wie das Volk seinen Kaiser und seine Kaiserin verehrt. Ebenso bei Königin Elisabeth II. von England - einer lebenden Legende, weltweit vernetzt und ein sichtbares Zeichen von Macht und Einfluss. Als Engländer, Schotte oder Ire, wächst man mit dem Königshaus auf, es gehört zur Identität des Volkes, selbst dann, wenn man es ablehnt. Ein Engländer hat die Würde des Königshauses vor Augen, trotz aller Eskapaden oder anderer Themen, die wir in der YellowPress oder im Internet lesen können. Ich bin in einer Demokratie groß geworden, einer ganz anderen Gesellschaftsform, als die des Alten Testaments und des Neuen Testaments. Eine ganz andere Denkweise. Und doch sind sie sich in vielerlei Hinsicht enorm nah. Gott weis um unsere Köpfe und Gedanken. Er hat uns als selbstbestimmte Wesen erschaffen, als echtes Gegenüber. Besonders in einer Demokratie ringen und kämpfen wir immer wieder um unsere Freiheit, kämpfen um eben diese Gedanken der Freiheit, die individuelle Selbstständigkeit. Woher kommt denn dieser Gedanke? Ist es ein humanistischer Gedanke, wie so oft behauptet oder ist diese Form des gelebten Miteinanders viel älter, als wir Menschen zugeben wollen? JA! Schon vor vielen tausenden von Jahren hat Gott dem Menschen Freiheiten gegeben, die jedoch dazu führten, dass sie sich entweder zu Gott stellten oder sich vollkommen von ihm lösten. Das begann mit der Erzählung um Adam und Eva und führte zum ersten Mord der Menschheitsgeschichte, als Kain seinen Bruder Abel umbrachte. Die Menschen machten immer ihr eigenes Ding, folgten den eigenen Gedanken, kreierten sich ihre eigene Welt, bis hin zur Vergöttlichung der eigenen Person. Dem Imperator als Gott. Anbetungswürdig, wie in der Schweizer Sage von „Wilhelm Tell“, in der die Untertanen einen Hut des tyrannischen Reichsvogts Gessler, als Zeichen seiner Allmacht, auf einer aufgestellten Stange, anbeten sollten. So wollte und will so mancher Herrscher, so manche Führungsperson, gerne angebetet werden. Statuen, überlebensgroße Plakate an Häuserwänden, ständige Medienpräsenz, Paläste, Kostüme, Fahnen. Doch wir, wir wollen das nicht, wir wollen nicht anbeten, schon gar nicht unter Zwang.  Wir haben eine eigene Meinung und die wollen wir immer und überall äußern dürfen. Von dem Grundgedanken und Grundgefühl gehen wir in unserer Welt, hier in Europa, aus. Ein berühmter Ort des freien Gedankens, der freien Rede, ist z.B. „Speakers Corner“ im Hyde-Park in London. Wir wollen selbstbestimmt sein und spüren oft nicht, wie fremdbestimmt wir doch unterwegs sind. Wir spüren oft nicht, was uns ausmacht, uns beeinflusst - von Kindheit an - uns prägt - im persönlichen Umfeld, dem Freundeskreis, der Firma, dem Sportverein, der Kirchengemeinde, der Ehe und Familie… Jeder von uns hat seine „Favoriten“, seine Stars, seine Lieblingspolitiker, seine Lieblings-Influenzer. Jeder trägt seine ganz eigene rosarote Brille. Und - Gott lässt auch das zu. Er lässt es zu, dass wir IHN nicht anbeten. Er lässt es zu, dass wir unseren eigenen Kopf durchsetzen. Jeder noch so abstruse Gedanke darf gedacht werden. Gott wehrt sich nicht, sondern lässt sich ans Kreuz für uns schlagen. ER kämpft um uns. Psalm 100 ist ein DANKPSALM - der einzige, der auch diesen Titel trägt. Er ist eine Aufforderung zur Anbetung, zum Rühmen und Preisen dieses Gottes. Gott dem Schöpfer, dem Allmächtigen, dem Vater, dessen Sohn für unsere Vergehen ans Kreuz gegangen ist. Der Psalmbeter hat ein genaues Bild vor Augen. Er sieht einen dankbaren Menschen, mit einem Lied auf den Lippen. Für alle hörbar, betritt er damit den Tempel, das Gebäude Gottes. Ja, er selbst ist als menschlicher Leib ein Tempel Gottes. Er strahlt Lobpreis aus. Ihm geht das Herz über. Mit jeder Faser seines Lebens, lobt er Gott und dankt dem Schöpfer dafür, dass er sein darf und gewollt ist. Er jubelt laut hörbar. Er ist dankbar, dass er zur Herde gehören darf. Er ist dankbar für seinen Hirten. Und in diesem Sinne ist er dankbar dafür, dass er sein Leben schon zu Lebzeiten in seine Hände legen darf. Jeder Tag ist ein besonderer Tag, wenn er diesen mit Gott an seiner Seite verbringen darf. Er würde alles für Gott, seinen Herrn, tun! In diesem Sinne möchte ich dazu auffordern diesen unseren Gott anzubeten, auf die Knie zu gehen, laut zu singen, zu jubeln und DANKE zu sagen - jeden Tag im neuen Jahr 2021. Gott wartet auf dich, auf mich, auf uns. Er wartet auf alle, die ihn noch nicht kennen und er wartet auf alle, die ihn zwar kennen aber ihm nicht die gebührende Ehre erweisen. JA - er weiß, dass dir das schwer fällt, er weiß, dass mir das schwer fällt. Und trotzdem - nimm allen Mut zusammen - geh auf die Knie und bete an! Es ist leichter als du denkst. Jeden Schritt, den du auf Gott zumachst, macht Gott ebenso auf dich zu. Er kommt dir entgegen. Vertraue darauf!

31. Oktober
An diesem Tag begehen überwiegend evangelische Christen weltweit den Reformationstag.
Seine Entstehung basiert auf der Geschichte, dass an diesem Tag Martin Luther, ehemals katholischer Priester, seine 95 Thesen, im Jahre 1517, am Vorabend zu Allerheiligen,
an die Türen der Wittenberger Schlosskirche angeschlagen haben soll.
Der Diskurs, den Martin Luther zu seiner Zeit anfing, führte später zur Entstehung der evangelischen Kirche, zur Reform der katholischen Kirche und letztendlich zur Entstehung vieler theologischer Strömungen, bis hin zu den weltweit verbreiteten Freikirchen.
Dies war u.a. möglich geworden, weil mit Martin Luther und seiner Bibelübersetzung zum ersten Mal die biblischen Worte auch in deutscher Sprache vorlagen. Jeder konnte sie lesen. Und viele weitere Bibelübersetzungen, in alle Sprachen dieser Welt, folgten. Und, was zur Verbreitung ebenfalls enorm beitrug - der Buchdruck war im Jahre 1450 von Johannes Gutenberg „erfunden“ worden.
In Konkurrenz hierzu „feiern“ viele heute Halloween. 
Die meisten Menschen wissen jedoch gar nicht woher das Fest „Halloween“ stammt und welche Bedeutung es eigentlich hatte.
Ebenso wissen die Wenigsten noch etwas vom „Reformationstag“. Und seit der Tag u.a. in Baden-Württemberg kein offizieller Feiertag mehr ist, verliert dieser „Feiertag“ immer mehr an Bedeutung. Als Halloween wird die Feier des Vorabends vom Allerheiligenfest in der Nacht vom 31. Oktober zum 1. Novemberbezeichnet, die vor allem in Irland und Nordamerika gefeiert wurde und wird. Das Wort „Halloween“ jedenfalls geht auf das Wort „All Hallows' Eve“ (Vorabend von Allerheiligen) zurück. Teilweise wird auch ein keltischer Ursprung vermutet. Heutzutage steht es oft in Konkurrenz zum Reformationstag, mit dem es zeitlich zusammenfällt.

Da der Tag somit auch mit Allerheiligen verbunden war, wurde Halloween früher nur in katholisch gebliebenen Gebieten der britischen Inseln gefeiert, vor allem in Irland. 

(Zitat: ekd.de)Solch ein Weg ist immer auch ein Weg des Scheiterns, des Kampfes mit sich selbst, der Welt, und… …  er bleibt unvollkommen.Gott sucht jedoch  nicht nach dem vollkommenen Menschen, denn diesen gibt es nicht, sondern er sucht nach Menschen, die zerbrochen sind, Hilfe brauchen und verstanden haben, dass Gott einzigartig ist, hilft und immer präsent ist.
Der Reformationstag möchte uns vor Augen führen, dass Gott uns sucht, uns - ganz persönlich.
Der Reformationstag erinnert uns daran, dass wir uns jeden Tag aufs Neue reformieren sollen und müssen, denn die Welt ändert sich, Gott nicht. Er ist die stabile Größe im gesamten Weltgeschehen. Besonders dann, wenn anscheinend alles aus den Fugen gerät und das vermeintlich Stabile in sich zusammenbricht.
Es war eine sehr gefährliche Zeit - die Reformationszeit.
Vieles musste im Geheimen geschehen. Wenn man den falschen Personen begegnete, konnte dies das Leben kosten. 
 Auch heute sind wieder „gefährliche Zeiten“ - Zeiten politischer Umbrüche, Krankheiten, Dürre, Armut, Orientierungslosigkeit.Martin Luther hat zu seiner Zeit erkennen müssen, dass dieser GOTT ganz anders ist, als er ihn die ganze Zeit von der Kanzel gepredigt hatte.Ein GOTT, der die Menschen sucht und liebt.
 Ein GOTT, der seinen einzigen Sohn auf die Erde in den sicheren Tod gesandt hatte.
Ein GOTT, der auch noch da ist, wenn wir uns mal wieder in Dinge verstrickt haben, die wir nicht mehr lösen können.
Ein GOTT, der alles erschaffen hatte, alles, auf dem wir heute, mit der uns geschenkten Intelligenz, wiederum Neues schaffen können. GOTT ist die Basis aller Dinge. 
 Martin Luther hat den Gott der Vergebung in einer Zeit kennenlernen dürfen, in der Frauen als Hexen verbrannt wurden und in der es möglich war, sich mit Geld von Schuld per Ablassbrief freizukaufen.
Wenn es brenzlig wird, suchen wir plötzlich nach einem Ausweg, suchen wir vielleicht nach Gott. Und, wenn wir ehrlich sind, sucht unser kleiner, menschlicher Verstand permanent nach dem Anfang aller Dinge, besonders dann, wenn wir am Ende sind.
Eine MÖGLICHKEIT wäre zu sagen: 
OK !!! - ES GIBT EINEN GOTT, DEN VATER VON JESUS CHRISTUS. ER WIRKT MIT SEINEM HEILIGEN GEIST. VOLL - MACHT.
Du hast es in der Hand: „Re - formiere“ dich jetzt! Richte dich neu aus!
In diesem Sinn
Gottes Segen für DICH

Achim Rheinschmidt
Mitglied des Leitungsteams
Gebetshaus Bad Rotenfels 

 

Gedanken zum Tag:  Ehrenplatz - Hebräer 1, 4-9

Jesus - wir beugen unsre Knie vor dir.

Du bist Gottes Sohn - Jesus - Er hat dich gezeugt. Er ist dein Vater - Jesus, deshalb hab ich meine Knie gebeugt. Selbst die Engel werfen sich dir zu Füßen, und beten dich an.

Doch selbst den Engeln, die dir dienen müssen, gehst du - als Diener - voran. Dein Thron, o Gott, hat für immer Bestand. Auf dem Ehrenplatz im Himmel, sitzt dein Sohn, zu deiner rechten Hand.

(Song-Text nach Hebräer 1,4-9 von Achim Rheinschmidt)

Wann bist du zum letzten Mal auf die Knie gegangen, um Gott die Ehre zu geben? Wann bin ich zum letzten Mal auf die Knie gegangen, um Gott die Ehre zu geben? Jetzt - jetzt ist die Zeit um auf die Knie zu gehen.

Jetzt ist die Zeit zur Anbetung.

Jetzt ist die Zeit um den direkten Kontakt zu DIR Gott 

und deinem Sohn - JESUS CHRISTUS - aufzunehmen. 

Gott hat eine fast unendliche Geduld mit uns.

Er wartet auf DEINE Entscheidung, er zwingt sie DIR nicht auf.

Gott hört zu!!! Er ist ein guter Zuhörer!!! Ein sehr guter Zuhörer!!!

Trau dich!

Gedanken zum Abend -
nach Hebräer 1, 1 - 3

Gott, Du hast in der Vergangenheit
durch die Propheten zu unseren Vorfahren gesprochen. Jetzt, am Ende der Zeit, hast Du durch Deinen eigenen Sohn, Jesus Christus, zu uns gesprochen. Jesus, du bist  - der Erbe aller Dinge. Jesus, durch dich - hat Gott die Welt erschaffen.
Jesus, du bist - das Abbild seiner Herrlichkeit

Jesus, du bist - der Ausdruck seines Wesens. Unverfälschter Ausdruck - Vollkommenes Abbild -
Ein weltumspannend agierender Virus ist für uns die Chance, dass wir als Menschen erkennen, dass DU GOTT die wahre Macht besitzt.Ich möchte dich loben und preisen.
Ich möchte dich anbeten und vor dir auf die Knie gehen.
Herr, hilf mir jeden Tag, dass ich meinen Blick in deine Richtung lenke. Denn jeder Tag ist ein Geschenk und ein Auftrag. Das Ebenbild Gottes - Bist DU
Durch die Kraft Seines Wortes trägst Du das Universum Du - hast Dich - als Opfer gebracht.
Durch die Kraft Seines Wortes trägst Du das Universum

Du - hast uns - von Sünde befreit.

Du hast den Ehrenplatz im Himmel eingenommen.

An der rechten Seite Gottes, der höchsten Majestät.
Jetzt und seit Menschen Gedenken, geht es um nichts Geringeres als die Erkenntnis, dass das einzig tragende Fundament - GOTT ALLEIN - ist. Wenn alles wankt und die Welt aus den Fugen gerät, dann wird uns erst klar, dass wir endliche Wesen auf einem endlichen Erdball sind.

 

Nimm dir Zeit: Offenbarung 21,4
Die folgenden Minuten hast du die Möglichkeit
über einen kleinen Text aus der Bibel nachzudenken,
zu beten und Gott in dein Leben hineinsprechen zu lassen.
Impulse: Achim Rheinschmidt
Musik: "Endlich leben aus dem Musical "ELIA"
(Musik: Thorsten Rheinschmidt, Text: Annemarie Rheinschmidt)

Ein angstfreies Herz - Zeit für DICH in herausfordernden Zeiten
Zeit für DiCH in herausfordernden Zeiten.
Zeit für GOTT.
Zeit für DICH und GOTT.
Musik & Texte aus der CD "Berühre mich"
Lied: Bevor du rufst - Andrea Sonnenschein / Gerth Medien
Impulse: Achim Rheinschmidt

Sei mutig - Hab keine Angst 5. Mose 31,6
Nimm dir Zeit ganz allein für dein Gespräch,
deinen Austausch mit Vater, Sohn und Heiligem Geist.
Sei mutig - 5. Mose 31,6
Impuls: Achim Rheinschmidt
Musik: "Ich bin bereit" aus dem Musical ELIA
(Musik: Thorsten Rheinschmidt, Text: Annemarie Rheinschmidt)

Survival Training for Apostles - Lukas 9,16
Zeit für dich -
Zeit zum Nachdenken
Survival Training for Apostles -
Lukas 9,1 6
Musik & Klavier:
Thorsten Rheinschmidt
Impulse: Achim Rheinschmidt

Wenn mein Geist in Ängsten ist - Psalm 142,2
Nimm dir Zeit für dich:
Wenn mein Geist in Ängsten ist - Psalm 142,4 Gelobt sei Gott: 2. Korinther 1,3-4
Impuls: Achim Rheinschmidt
Musik: Thorsten Rheinschmidt
Foto: Annemarie Rheinschmid
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Sehr entspannend - In Zeiten wie diesen...
Sehr entspannend - In Zeiten wie diesen....
Impuls: Achim Rheinschmidt
Musik: "Die Quelle" aus dem Musical ELIA
(Julia Buch, Alex Vallon, Thorsten Rheinschmidt

Dir gebührt die Ehre - Offenbarung 1,5 b-7
Impuls: Achim Rheinschmidt
Film-Sequenz:
Annemarie Rheinschmidt
Musik: Thorsten Rheinschmidt

Hier .... - Nimm dir Zeit, Zeit für DICH, Zeit für GOTT
Text: Achim Rheinschmidt
Musik: Geborgen sein (Berthold Engel / Brückenbauer)

Ebenbild - Hebräer 1,1-3
Impuls & Bild: Achim Rheinschmidt
Musik: Thorsten Rheinschmidt


Ich bin ein Kind Gottes - Ich will mehr vom Leben
Impuls: Achim Rheinschmidt
Foto: Annemarie Rheinschmidt
Musik: Thorsten Rheinschmidt

(Ich will mehr vom Leben / Bandmix)


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