Gebetshaus Bad Rotenfels

Nahe ist der Herr allen, die IHN anrufen, allen, die IHN in Treue anrufen!      Ps 145,18

Das Gebetshaus Bad Rotenfels öffnet seine Pforten. 

Auf unserer neuen Homepage gibt es erste Informationen über uns.

 

nähere Infos zu den Gebetszeiten gibt es im Gebetshauskalender

Impuls "Zwei"- König David
Wozu braucht das Murgtal ein Gebetshaus?
Wozu brauchen Menschen ein Gebetshaus?
Und was findet denn dann dort statt?

König David ist wohl das beste Beispiel um die Notwendigkeit und die Breite der Anbetung zu erläutern - und ein gutes Beispiel, um den Zusammenhang mit dem Christentum in der heutigen Zeit grundlegend zu erklären:

Zuerst ein Ausschnitt aus dem 2. Buch Samuel:
2. Sam. 6:13   Als die Träger der Lade des Herrn die ersten sechs Schritte zurückgelegt hatten, ließ David sie anhalten und opferte ein Rind und ein Mastkalb. 14 Unterwegs tanzte er mit ganzer Hingabe vor dem Herrn und seiner Lade her. Er hatte nur einen leinenen Priesterschurz an. 15 So überführten David und die Männer aus ganz Israel die Lade des Herrn unter Jubelgeschrei und dem Schall der Widderhörner nach Jerusalem.
Der Dämpfer am Rande der Veranstaltung:
2. Sam. 6:16   Als die Bundeslade in die Davidsstadt getragen wurde, stand Davids Frau Michal, die Tochter Sauls, am Fenster. Sie fand es unpassend, dass David als König vor dem Herrn her tanzte und hüpfte, und sie verachtete ihn in ihrem Herzen.
Tanz und Musik im Gottesdienst waren etwas komplett Neues im damaligen Israel! David errichtete ein Zelt über der Bundeslade und etablierte dort vierundzwanzig Stunden, sieben Tage die Woche Lobpreis (vgl. 1. Chronik 9,33; 1. Chronik 16,37). Vor der Bundeslade gab es Gesang, Musik. Es wurde geklatscht und getanzt. Sie beteten dort voller Freude an und suchten den Herrn mit erhobenen Händen (1.Chronik 15,1-3.16). David stellte extra 4000 Sänger und Musiker an, die Gott rund um die Uhr vor der Bundeslade im Zelt anbeteten. Dazu kamen noch 288 Lobpreisleiter. (vgl. 1. Chronik 23,5; 1. Chronik 25,7).

Nochmals zurück zu der Frage:
Wozu braucht das Murgtal ein Gebetshaus?

Es ist eine Frage, die häufig gestellt wird.
Die Antwort kommt dann auch schnell und direkt vom Fragesteller selbst. Sie lautet:
Ich brauche kein Gebetshaus, ich kann auch zu Hause ganz für mich alleine beten.
Und dann wird meist noch ein Satz aus Matthäus 6 nachgeschoben:
6 Wenn du beten willst, dann geh in dein Zimmer, schließ die Tür zu und bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist.
Der biblische Zusammenhang, das was Jesus wirklich gesagt hat, sieht ein wenig anders aus: Im Matthäus-Text heißt es nämlich:
5 »Wenn ihr betet, dann tut es nicht wie die Scheinheiligen! Sie beten gern öffentlich in den Synagogen und an den Straßenecken, damit sie von allen gesehen werden. Ich versichere euch: Sie haben ihren Lohn bereits bekommen.
6 Wenn du beten willst, dann geh in dein Zimmer, schließ die Tür zu und bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist.
Dein Vater, der auch das Verborgene sieht, wird dich dafür belohnen.
7 Wenn ihr betet, dann leiert nicht Gebetsworte herunter wie die Heiden. Sie meinen, sie könnten bei Gott etwas erreichen, wenn sie viele Worte machen.
8 Ihr sollt es anders halten. Euer Vater weiß, was ihr braucht, bevor ihr ihn bittet.
9 So sollt ihr beten:
Unser Vater im Himmel!
Mach deinen Namen groß in der Welt.
10 Komm und richte deine Herrschaft auf.
Verschaff deinem Willen Geltung, auf der Erde genauso wie im Himmel.
11 Gib uns, was wir heute zum Leben brauchen.
12 Vergib uns unsere Schuld, wie auch wir allen vergeben haben, die an uns schuldig geworden sind.
13 Lass uns nicht in die Gefahr kommen, dir untreu zu werden,
sondern rette uns aus der Gewalt des Bösen.
14 Wenn ihr den andern vergebt, was sie euch angetan haben, dann wird euer Vater im Himmel euch auch vergeben. 15 Wenn ihr aber den andern nicht vergebt, dann wird euer Vater euch eure Verfehlungen auch nicht vergeben.«
Wenn man den ganzen Text betrachtet, wird schnell klar, worum es Jesu geht. Das Gebet nicht als religiöses Getue, als öffentliche Rechtfertigung der eigenen Position in Gottes Reich - schaut doch mal her, wie gläubig ich bin, wie toll ich bin, wie wichtig ich bin…
Was wir gerne vergessen - Jesus war derjenige, der hier etwas feststellt. Und Jesus gab uns das „Vater unser“ das wir in jedem Gottesdienst gemeinsam und laut beten.
Mit der Betonung auf gemeinsam - nicht still zu Hause im Kämmerlein, sondern öffentlich, laut und zusammen mit anderen.
Ein Gebet, das sich sogar immer in der Mehrzahl bewegt:
Gib uns… ,
wie auch wir…,
und führe uns…,
erlöse uns….
Dieses wichtigste Gebet der Christenheit ist also dazu da, es in einer Gemeinschaft zu beten.
Gebet ist Gemeinschaft. In einer Gemeinschaft liegt Stärke und Kraft. Die Gemeinschaft der Christen in Gemeinschaft mit Gott.
Nur so wird z.B. aus dem „Vater Unser“ ein kraftvolles Gebet.
Das schließt jedoch das kraftvolle Gebet zwischen mir und Gott im stillen Kämmerlein nicht aus. Es ist die ganz persönliche Zeit zwischen Gott und mir, mit all meinen ganz persönlichen Anliegen, die vielleicht auch niemanden etwas angehen. Mein ganz persönliches Anliegen gehört nicht in die Öffentlichkeit.
ABER - Wir Menschen gehen anscheinend lieber zum Psychiater, zum Psychologen oder Therapeuten, als mit einem anderen Christen ein persönliches Problem vor Gott zu bringen.
So sind wir halt.

Paulus hat hier ebenfalls seine Ansicht dazu, gibt uns Tipps und Hinweise. In Timotheus 2 finden wir folgende Worte des Apostels an die Gemeinde - also auch an uns:
21 Das Erste und Wichtigste, wozu ich die Gemeinde aufrufe, ist das Gebet, und zwar für alle Menschen. Bringt Bitten und Fürbitten und Dank für sie alle vor Gott! 2 Betet für die Regierenden und für alle, die Gewalt haben, damit wir in Ruhe und Frieden leben können, in Ehrfurcht vor Gott und in Rechtschaffenheit.
3 So ist es gut und gefällt Gott, unserem Retter. 4 Er will, dass alle Menschen zur Erkenntnis der Wahrheit kommen und gerettet werden.
5 Denn dies ist ja unser Bekenntnis:
Nur einer ist Gott,
und nur einer ist auch der Vermittler
zwischen Gott und den Menschen:
der Mensch Jesus Christus.
6 Er gab sein Leben,
um die ganze Menschheit
von ihrer Schuld loszukaufen.
Das gilt es zu bezeugen in dieser von Gott vorherbestimmten Zeit. 7 Um es öffentlich zu verkünden, hat Gott mich zum Apostel eingesetzt. So ist es; ich sage die reine Wahrheit. Er hat mich zum Lehrer der nicht jüdischen Völker gemacht, damit ich sie zum Glauben und zur Wahrheit führe.
Addiert man die Betrachtungsweisen von David, Jesus und Paulus, erkennt man die Dimension des gemeinsamen Gebets an einem gemeinsamen Ort.
Kraft!
JA!  Durchschlagskraft!
Nichts Oberflächliches sondern etwas Tiefgreifendes!
Freude!
Dank!
Lob!
Selbst die Herrscher dieser Welt lassen sich von den Massen bejubeln. Warum machen wir da mit?
Wir Menschen sind bereit uns weltlichen Herrschern und Führern zu Füßen zu legen, sie zu bewundern und zu beklatschen:
Sind wir aber auch bereit, dies für unseren Gott und Schöpfer zu tun?
Gemeinsam, an einem ganz speziellen Ort, auch mal laut, fröhlich und tanzend? Mit Pinsel und Bleistift. In aller Stille, mit Worten oder in Gedanken, kniend oder mit erhobenen Händen, so wie ein katholischer oder evangelischer Pfarrer den Kelch und das Brot hin zu Gott hält?
Noch einmal die Frage:
Wozu braucht das Murgtal ein Gebetshaus?
Wozu brauchen Menschen ein Gebetshaus?

ANTWORT:
Weil es Gott einfach wert ist.
Er ist es wert, dass wir IHN gemeinsam anbeten und IHM alles hinlegen.
Alles - was diese unsere Welt betrifft.
Weil er uns erschaffen hat.

Achim Rheinschmidt


Impuls "Eins" -Jahres-Losung 2019
Suche den Frieden und jage ihm nach!
Psalm 34 Vers 15b

Liebe Mitbeterinnen und Mitbeter,
vor einigen Monaten hat die Arbeit des „Gebetshauses Bad Rotenfels“ aktiv begonnen.
Die „Kerngebetsgruppe“, der „Early Bird“, der „LGT“, die Lobpreisabende am letzten Freitag des Monats, weitere geistliche Veranstaltungen, Schülergottesdienste der Eichelberg-Grundschule und der Realschule Gaggenau, sowie Umbaumaßnahmen und Treffen der Vereinsmitglieder haben stattgefunden.

Die Jahreslosung der Herrnhuter Brüdergemeine soll ein erster Impuls für das angefangene Jahr 2019 werden. Sie lautet in diesem Jahr:

Suche den Frieden und jage ihm nach!
Psalm 34 Vers 15b


Als mährische Flüchtlinge vom damaligen Graf von Zinzendorf vor fast 300 Jahren Land bekamen, um Häuser bauen zu können, war der Grundstein für eine weltweite Bewegung gelegt.
Ein friedensstiftender Graf, der Glaube an Jesus Christus, waren Ausgangspunkt für eine gesegnete Gemeinschaft, die schon zur damaligen Zeit rund um die Uhr gebetet hat
und darüber hinaus mit der Herausgabe der Losungen weltweit bekannt wurde.

Das Ziel der Gebetshausarbeit in Bad Rotenfels soll ebenfalls das 24/7 Gebet sein.

Ein verrückter Gedanke?
Ich glaube nicht, denn in einer Welt, die sich immer weiter von friedlichen Strukturen entfernt, braucht es Menschen, die an den Frieden glauben.
Da braucht es Menschen, die daran glauben, dass Gott größer ist als alles menschliche Tun. Da braucht es Menschen, die dem Frieden nachjagen. Da braucht es Menschen, die den ganzen Psalm 34 umsetzen und damit beginnen dauerhaft Gott zu loben und zu preisen, denn er hat uns erschaffen, er hat uns gewollt, und er ist der Einzige, der Frieden stiften kann.

Ein Christ, wie Graf von Zinzendorf hat die Zeichen der Zeit erkannt und die Glaubensflüchtlinge aufgenommen, ihnen eine echte Zuflucht gewährt, sie integriert und wertgeschätzt.
So soll auch die Arbeit des Gebetshauses sein.
Gott ernst nehmen, Gott vertrauen, dem Mitmenschen helfen und für ihn beten.

Beten - dauerhaft, intensiv, voller Glauben und Hoffnung, allein, zu zweit und mit vielen Mitchristen. Aktiv und mutig.
Wer Frieden sucht, muss sich dafür einsetzen, muss sich für den Mitmenschen einsetzen. Muss sich bei Gott dafür einsetzen.
Lasst es uns doch einfach tun!

Suchet den Frieden und jage ihm nach!
Achim Rheinschmidt, Januar 2019

Hier geht's zum Imagefilm der Hernhuter Losungen 3.53 min

zur Anfahrt ins Gebetshaus





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