Gebetshaus Bad Rotenfels

Nahe ist der Herr allen, die IHN anrufen, allen, die IHN in Treue anrufen!      Ps 145,18

Presseberichte

BNN Samstag, 04.05.2019
GROSSES GOTTVERTRAUEN
In Gaggenau kämpft eine Gruppe Gläubiger unermüdlich gegen den Verfall ihrer ehemaligen Kirche. Etwa 40 Mitglieder zählt der Verein Gebetshaus Bad Rotenfels, der mit Lobpreisabenden und Gebetsstunden versucht, das Gemäuer mit Leben zu füllen. Das erscheint nachvollziehbar, erlebten sie vermutlich schöne Gottesdienste und spannende Lebensabschnitte in der ehemaligen Johanneskirche. Doch ob es langfristig gelingt, das Haus zu halten, ist offen. Der künftige Gebetsraum ist eine Baustelle, für den Umbau fehlen noch Spenden.
Und so wirkt dieser Plan gewagt in einer Zeit, in der viele Menschen der Kirche den Rücken kehren. Der Verein soll eine Ergänzung zum Angebot der bereits bestehenden Kirchen sein, egal ob evangelisch, katholisch oder freikirchlich. Aber bereits dieses Angebot wird kaum genutzt. Immer weniger Menschen verirren sich sonntags in eine Kirche, vor allem jüngere bleiben lieber zuhause. Schafft es da ein Verein, Leute fürs Beten in einem früheren Kirchengebäude zu begeistern? Leute, die so sehr an diese Idee glauben, dass sie bereit sind, dafür zu spenden, obwohl sie vermutlich bereits Kirchensteuern bezahlen? Zumal es sich bei dem Gemäuer nicht um ein architektonisches Wunderwerk aus dem Mittelalter handelt, sondern um einen 60er-Jahre-Bau.
Doch vielleicht ist gerade die aktuelle Lage der evangelischen und katholischen Kirche in Deutschland eine Chance für den Verein. Wirkt die Kirche heutzutage manchmal weltfremd und fern, so könnte hier der Verein Mittler sein und mit niedrigschwelligen Angeboten Menschen direkt ansprechen. Das Gottvertrauen der Vereinsmitglieder scheint groß genug für dieses Vorhaben zu sein. Jule Müller

BNN Freitag, 03.05.2019

EHEMALIGE JOHANNESKIRCHE WIRD RENOVIERT / BETEN IM SAAL BEREITS MÖGLICH - DER GEBETSRAUM BRAUCHT NOCH ZEIT

Eigentlich sollte das Gebetshaus in Bad Rotenfels in diesem Frühjahr eröffnet werden. Doch es gibt Verzögerungen bei der Renovierung. Für Helge Rieger ist das kein Grund für Trübsal. „Wir machen es lieber langsam und dafür richtig“, sagt der Vorsitzende des Vereins Gebetshaus Bad Rotenfels.
Der 2017 gegründete Verein mit etwa 40 Mitgliedern hat die evangelische Johanneskirche 2018 mit Spendeneinnahmen und einem Sparkassenkredit gekauft. Die laufenden Kosten werden laut Rieger durch regelmäßige Spenden und die Vermietung der Turmspitze an eine Mobilfunkanbieter beglichen. Für die Umbauarbeiten fehlt allerdings noch das Geld.
Trotzdem wird die ehemalige Kirche seit September 2018 wieder langsam mit Leben gefüllt. Im Saal im hinteren Kirchenschiff veranstaltet der Verein einmal im Monat einen Lobpreisabend mit Musik. Etwa 30 bis 60 Personen kommen dazu regelmäßig, erzählt Rieger. Im Winter sei es allerdings etwas kalt gewesen, zwei Heizlüfter mussten den ganzen Tag laufen, damit der Raum warm wurde. Die Heizung hat der Verein Rieger zufolge

stillgelegt, im Herbst soll eine neue kommen. Das ist auch der Grund, warum die wöchentliche Kerngebetsgruppe sich in der kalten Jahreszeit in Riegers Wohnzimmer traf. „Da gibt es zum Glück genug Platz“, berichtet er.

Ab Mai kommen die Gläubigen aber wieder im Gebetshaus zusammen. Allerdings nicht in dem eigentlich für die Gebete vorgesehenen Raum, dem ehemaligen Kindergarten im ersten Stock. Stattdessen treffen sie sich in dem Saal, in dem der Lobpreisabend abgehalten wird. Andere Gruppen, etwa die aktuell vier bis sechs Menschen umfassende „Early-Bird-Gebetsgruppe“, kommen in einem kleinen Raum in der Sakristei zusammen. Den großen Gottesdienstsaal nutzten die umliegenden Schulen für ihre Weihnachtsgottesdienste.
Im ehemaligen Raum des Kindergartens findet dagegen nichts statt. Zurzeit stehen dort Gerüste, ein Bodenbelag fehlt und die Wände sind unverputzt. Wo früher ein Kamin war, klafft nun ein Loch in der Decke. „Die Renovierung dieses Raums kostet etwa 100 000 Euro“, sagt Rieger. Das Geld fehlt, die Umbauarbeiten sind gestoppt. Bisher wurde für einen vierstelligen Betrag die Zwischendecke herausgerissen, der Kamin und eine Wand entfernt und alles vorbereitet.
„Wenn das Geld für die Renovierung da ist, können die Handwerker direkt loslegen“, erklärt Rieger. Dass das bald passiert, davon ist er fest überzeugt. Zu gut lief es bisher. „Wir haben einen Architekten im Team, einen Baurechtsexperten und einen Buchhalter als Kassenwart“, berichtet Rieger. Das könne kein Zufall sein, da müsse Gott seine Hände im Spiel haben.
Dass dieser Gott sie alle vereint, das ist Rieger wichtig. Im Gebetshaus sollen Protestanten ebenso beten wie Katholiken und Freikirchler. Eine Konkurrenz zu den Kirchen soll der Verein nicht sein. „Wir bieten Veranstaltungen nur unter der Woche an“, sagt Rieger. Als zeitgleich zum Passahmahl im Gebetshaus die Kirchen in umliegenden Orten ebenfalls ein Passahmahl veranstalteten, habe er die Gläubigen darum gebeten, in ihre Kirchen zu gehen. Das Gebetshaus stelle eine Ergänzung zu den Kirchen dar und nicht deren Ersatz.
Nun muss es aber erst einmal fertig werden. Offiziell eröffnet werde das Haus erst, wenn der Gebetsraum renoviert ist. Fertig ist es aber selbst dann noch nicht. Im ehemaligen Gottesdienstraum soll Bühnentechnik installiert werden, damit dort christliche Theaterstücke und Konzerte präsentiert werden können. Der Turm mit seinem kaputten Ziffernblatt ist ebenfalls sanierungsbedürftig und Rieger träumt von einer Theke im Eingangsbereich. „Das ist aber alles noch Zukunftsmusik“, meint er. Der Gebetsraum als Herzstück des Hauses habe Vorrang.
Der Lobpreisabend mit Band- oder Klavierbegleitung wird immer am letzten Freitag eines Monats im Gebetshaus Bad Rotenfels angeboten. Der nächste beginnt am 31. Mai um 19 Uhr.
Für den Lobpreisabend kommen die Gläubigen zurzeit im Saal im hinteren Teil der früheren Johanneskirche zusammen.
In Arbeit: Der ehemalige Kindergarten in Bad Rotenfels gleicht einer Baustelle. Helge Rieger hofft auf Spenden, um die Renovierung finanzieren zu können. Jule Müller

BNN Samstag, Sa. 20.04.2019
MIT DEM BABYPHONE INS GEBETSHAUS
Zwölfstündige Zusammenkunft im Zeichen des Osterfestes / Viele Besucher bleiben über Nacht

CHRISTLICHE KLÄNGE: Die Lobpreisband um Thorsten Rheinschmidt verlieh dem Zwölf-Stunden-Gebet in Bad Rotenfels einen melodischen Rahmen. Das Motto der Veranstaltung lautete „Mit Jesus durch die Nacht“.
So lautete die Einladung ins Bad Rotenfelser Gebetshaus. Was die Teilnehmer erwartete, war spannend, erklärend, erinnernd und vor allem sehr meditativ. Viele Menschen erschienen, die sich zu unterschiedlichen Zeiten in dem Gebäude einfanden, in dem ehedem die Johannesgemeinde zuhause war. Konfession, Gemeindezugehörigkeit, das alles spielte beim Zwölf-Stunden-Gebet keine Rolle. Eigentlich nie, erklärte Joachim, der beim Gang in den im Garten Gethsemane, mit dem ein Kapitel des Abends überschrieben war, ganz hinten Platz genommen hatte.
Im Gebetshaus, da geht es um den Glauben, nicht um die Konfession. Und den teilten in dieser Nacht viele Menschen, die teilweise am Gründonnerstag ins Gebäude kamen und es erst am Karfreitag wieder verließen. Gründonnerstag, ein Name, der sich nicht von der Farbe, sondern vom „Greinen“ ableitet, und Karfreitag, der aus dem Althochdeutschen abgeleitet wird, wo „Kara“ für Kummer oder Klage steht.
Geklagt und geweint wurde im Gebetshaus eher nicht. Doch wurde mit dem Geschehen von vor rund 2 000 Jahren mit sehr großem Respekt und vor allem mit Einfühlungsvermögen umgegangen. Nicht nur die einzelnen Stationen von Jesu Leidensweg wurden vor Augen gerufen. Auch seine Emotionen und dem Reflektieren des Geschehens auf die Gegenwart war in dieser Nacht Raum gegeben worden.
Sich hineinfühlen in den letzten Abend im Kreise seiner Jünger, wurde den Gästen durch ein gemeinsames Passah-Mahl, eines mit Lammfleisch versteht sich, leichter gemacht. Wein und Brot und Glaube. Ein leichter Duft nach diesem Essen, das in der Bibel einen sehr dramatischen Verlauf nahm, hing in den Kirchenbänken, die von sanft flackernden Kerzen geschmückt wurden.
Ansonsten gab es Farbenspiele zu bewundern, die von der Lobpreisband um den jungen christlichen Musiker Thorsten Rheinschmidt eine meditative Stimmung erzeugten. Mitsingen war unbedingt erwünscht, die Texte per Beamer an die Leinwand projiziert. Und ein jeder nahm die Musik anders auf, so schien es. Manche wiegten sich schweigend im Rhythmus, andere saßen tief versunken in den Bänden, unter ihnen eine junge Mutter, die zuvor ihr Kind im Gotteshaus zu Schlafen gelegt hatte und mit Babyphone ausgerüstet einen Teil des Abends miterleben konnte.
Professionell waren die Lieder, die ein wenig nach moderner Popmusik klangen, immer wieder Liebeserklärungen beinhalteten, die in diesem Fall jedoch religiöser Natur waren. Auch die Ängste Jesu, die er im Garten Gethsemane vor dem spürte, was vor ihm lag, die Jünger, die ihre Augen nicht offen halten konnten, all das fand Eingang in die Nacht im Gebetshaus. Wachet und betet erklang der Gesang beängstigend düster, der die Einführung in das Thema, die Pfarrer Arno Knebel vornahm, begleitete. Viele Beteiligte hatten sich eingebracht und die Nacht auf den Karfreitag zu einer bleibenden Erinnerung gemacht.

Badisches Tagblatt, Freitag, 28.09.2018: 

1. EVENING-PRAYER MIT THORSTEN RHEINSCHMIDT & FRIENDS




















BNN, Dienstag, 14.08.2018:

DER WEG ZUM GEBETSHAUS: PLÄNE UND FAKTEN
GEBETSRAUM SOLL DAS HERZSTÜCK WERDEN

Die Macher, die aus der evangelischen Johanneskirche in
Bad Rotenfels ein überkonfessionelles christliches Gebetshaus entwickeln wollen, haben viel vor. Aber sie wollen mit Bedacht und Schritt für Schritt vorgehen, nachhaltig und in Abhängigkeit von der finanziellen Basis, versichern die Vorstandsmitglieder Helge Rieger und Achim Rheinschmidt beim Vor-Ort-Termin mit den BNN.


Der Rahmenplan
Der „Rahmen“ steht: Bereits im Spätjahr soll das Gebetshaus Stück für Stück seinen Betrieb aufnehmen. Priorität hat die Gestaltung des Gebetsraums zusammen mit dem Einbau einer neuen Heizungsanlage. Andere Maßnahmen sollen später folgen. Nach dem Umbau der beiden Kindergartengruppenzimmer zum Gebetsraum soll im Frühjahr 2019 das Gebetshaus dann auch offiziell eröffnet werden. Der Kostenrahmen für alle derzeit ins Auge gefassten Maßnahmen liegt bei rund 250 000 Euro, überwiegend getragen von Spenden und Zuwendungen. Trotz aller Änderungen: Der Charakter des Hauses als Gotteshaus bleibt; in der Außendarstellung ändert sich nur wenig (Ausnahme: Turm), baurechtlich gesehen erfährt die Immobilie keine Umnutzung.
Die Idee
„Gebetshaus Bad Rotenfels“ ist ein eingetragener Verein, gegründet 2017, der sich als christlich überkonfessioneller Dienst auf Grundlage der Bibel sieht. Der Verein hat im Frühjahr die Johanneskirche von der evangelischen Kirchengemeinde Gaggenau gekauft, die sich im Zuge ihres Fusionsprozesses von mehreren Immobilien trennt oder schon getrennt hat. Das Gebetshaus soll Christen aller Konfessionen offenstehen. „Wir verstehen uns als ökumenische Begegnungsstätte“, sagt Achim Rheinschmidt. Keinesfalls werde man in Konkurrenz zu den Kirchengemeinden und ihren Gottesdiensten treten.
Immer am letzten Mittwoch des Monats (19 Uhr, beginnend am 26. September) soll es im Gebetshaus einen Lobpreis- und Anbetungsabend mit Band und geistlichem Input geben. Konzerte und Veranstaltungen sind ebenso geplant, unter anderem aus dem Bereich der christlichen Musikszene, zum Beispiel Adonia-Konzerte.
Im Mittelpunkt soll aber das Gebet stehen, dabei wird es auch spezielle Angebote wie zum Beispiel das Schülergebet oder eine Krabbelgebetsgruppe geben. Ein Anmieten der Räume wird nicht möglich sein (Rieger: „Wir sind kein Vereinsheim“); Trauungen werden möglich sein, aber keine (Hochzeits-)Feiern.
Das Fernziel: Das Gebetshaus wird täglich rund um die Uhr geöffnet sein, wie es beispielsweise schon in Augsburg der Fall ist. Schon vorher werde gelten: Ist das Haus offen, wird immer jemand da sein, mit dem man reden kann – im Unterschied etwa zu offenen Kirchen.
Der Turm
Klare Aussage: Der den Ortsteil prägende Kirchturm bleibt erhalten. Auch am Stundengeläut will man festhalten, es werde aber „kein Konkurrenzgeläut“ (Rieger) zu Gottesdiensten der Kirchengemeinden geben. Auch die Turmuhr wird es – auf vielfachen Wunsch aus dem Ort – wieder geben, das Ziffernblatt ist derzeit noch eingelagert.
Die Standfestigkeit des Turms gilt als sicher; geplant ist, dass der untere Teil des Turms eingehaust wird. Für die Turmsanierung gibt es drei Varianten: Die teuerste und wohl auch attraktivste wäre es, den Turm mit einem Edelstahlmetallgeflecht zu umgeben; Variante zwei sieht nach einer (erneuten) Sandstrahlbehandlung das Neubetonieren des Turms vor, die dritte und günstigste Möglichkeit die Behandlung mit Füllmaterial und einer Farblösung.
Wann die Turmsanierung angegangen wird, ist noch offen; Rheinschmidt will für einen Zuschuss der Stadt werben und hofft auch auf weitere Geldgeber, vielleicht auch aus den Reihen der Kreditinstitute. Im Übrigen ist der Turm wirtschaftlich wichtig für den Verein Gebetshaus, denn es fließt eine stattliche Pacht: „Die Mobilfunkantenne dort hilft uns sehr, unsere laufenden Kosten zu finanzieren“, sagt Rheinschmidt.
Der Gebetsraum
Aus den beiden früheren Kindergartengruppenräumen soll ein großer Raum in L-Form (L wie Lobpreis) entstehen – der Gebetsraum als Herzstück des Hauses für rund 50 Personen, ausgestattet mit Teppichboden, Akustikdecke, Lichtkonzeption und mit verschiedenen Sitzmöglichkeiten. Eine Zwischendecke wird entfernt, ebenso der nicht mehr benötigte Kamin. Hinzu kommt ein Klavier, denn Musik wird ein wichtiger Baustein im Gebetshaus sein. Die Fenster im zukünftigen Gebetsraum werden überarbeitet, nur wenige „blinde“ Scheiben müssen ersetzt werden.

Der Veranstaltungsraum
Der ehemalige Kirchenraum als zukünftiger Veranstaltungsraum hat eine Kapazität von 240 Sitzplätzen; hinzu kommen 60 auf der Empore (dort sollen neue Podeste eingebaut werden, um die Sicht zu verbessern) und weitere 100 im rückwärtigen Bereich – ergibt zusammen eine Veranstaltungskapazität für bis zu 400 Personen. Die große Bühne soll Leinwände und ein modernes Licht-/Stromkonzept erhalten.
Die Sitzbänke hat der Verein im Rahmen des Kirchenkaufs mit erworben; geprüft wird nun, die Sitzbänke neu zuzuschneiden, um neue Anordnungs- und Gestaltungsmöglichkeiten zu erhalten.
Veranstaltungen sind ganz überwiegend für den Zeitraum Frühjahr bis Herbst vorgesehen – das spart Heizkosten. Und: „Veranstaltungsende ist spätestens um 21.30 Uhr“, sagt Rheinschmidt, „die Nachbarn werden nicht gestört.“
Und sonst?
Der Eingangsbereich soll attraktiver werden und dem Besucher von Beginn an eine freundliche Atmosphäre vermitteln. Die Haupttür wird versetzt, damit wird der Eingangsbereich größer.
Aus dem bisherigen Kindergartenspielplatz soll ein Gebetsgarten werden, die Spielgeräte bleiben aber am Ort. Rheinschmidt kann sich einen Altar zwischen den Bäumen vorstellen. Auf jeden Fall soll das Gelände zur Straße hin einen Sichtschutz erhalten.
Derzeit werden Überlegungen zu einer neuen Heizungsanlage angestellt: eine Kombination zwischen Gasheizung, Solar-Warmwassererwärmung und Nutzung des Oberflächenwassers ist denkbar.
Hinter dem Eingangsbereich gleich rechts soll ein Thekenbereich entstehen, laut Rheinschmidt wird es aber weder ein Catering noch einen Alkoholausschank geben. Die Toiletten „wandern“ deshalb ins Untergeschoss, mit Ausnahme der für das Erdgeschoss geplanten Behindertentoilette.
Finanzen und Helfer
Den Sparkassenkredit benötigte der Verein Gebetshaus, um den Kaufpreis für die Johanneskirche (über dessen Höhe Stillschweigen vereinbart wurde) stemmen zu können. Wichtig: Die laufenden Kosten sind laut Rheinschmidt durch Spenden gedeckt. Auf großherzige Spender wird der Verein auch weiterhin angewiesen sein, etwa um die großen Investitionen zu stemmen. Deshalb hat der Vorstand mit Freude registriert, dass die Spendenbereitschaft nicht nachgelassen hat („Wir haben Eingänge zwischen 20 und 8 000 Euro“, so Rieger).
Auch in Sachen Helfer sieht sich der Verein auf gutem Weg: „Je konkreter unser Projekt Gestalt angenommen hat, desto mehr Leute sind zu uns gekommen, die ihre verschiedenen Kompetenzen einbringen“, freut sich Helge Rieger. Laut Achim Rheinschmidt zählt der Helferkreis bereits über 20 Personen.
EINE RUNDE SACHE soll das Gebetshaus in Bad Rotenfels werden. Der Trägerverein will Schritt für Schritt bei der behutsamen Umwandlung der Johanneskirche vorgehen. Der prägende Turm bleibt erhalten, die Turmuhr wird wiederhergestellt. Archivfoto: Keiper
MIT OPTIMISMUS gehen Vereinsvorsitzender Helge Rieger (rechts) und „Vize“ Achim Rheinschmidt an die vielfältigen Aufgaben heran.  Fotos (2): Dorscheid
AUS DEM KIRCHENINNEREN soll ein Veranstaltungsraum mit moderner Technik werden. Die Sitzbänke wurden mitgekauft

Gaggenauer Woche, Donnerstag 02.08.2018

 

 












Badisches Tagblatt, Dienstag 27.07.2018 
EIN TRAUM WIRD WAHR - JOHANNESKIRHE BAD ROTENFELS WIRD GEBETSHAUS

Von Ulrich Jahn
Gaggenau - "Ein Traum wird wahr" meinen die Verantwortlichen. Seit gestern ist es offiziell: Die Johanneskirche Bad Rotenfels wird ein Gebetshaus. Die evangelische Kirchengemeinde Gaggenau, vertreten durch Jutta Walter, Vorsitzende des Kirchengemeinderats, übergab den symbolischen Schlüssel an die Spitze des gleichnamigen Vereins, den Vorsitzenden Helge Rieger und seinen Stellvertreter Achim Rheinschmidt.

Nicht einmal zwei Jahre sind vergangen seit dem ersten öffentlichen Vorschlag, die Kirche in ein Gebetshaus umzuwandeln, bis zu dessen Umsetzung. "Alles hat mit einem Wort begonnen: Kaufen", erinnert Rheinschmidt an die Anfänge. Und eins ist sicher: Das Haus wird als solches erhalten bleiben. "Außer dem Turm wird sich äußerlich nicht viel verändern", sagt der stellvertretende Vorsitzende. Die Grundstruktur des Gebäudes bleibe erhalten. "Wir sind ein geistlicher Verein und machen keine Eventhalle daraus", bekräftigt Rheinschmidt. Das Haus werde in etwa so weiterverwendet wie bisher. Voraussichtlich Mitte September, nach den Schulferien, werde der Betrieb als Gebetshaus Stück für Stück aufgenommen. "Die offizielle Eröffnung wird aber erst im kommenden Jahr sein", betont Helge Rieger. Der Raum des früheren Kindergartens wird zum Gebetsraum umgestaltet. Er ist 92 Quadratmeter groß und bietet Platz für 5 0 bis 60 Menschen.

"Es war ein langer und dorniger Weg, der letztlich zu einem guten Ende geführt hat", meint Walter. Für Bad Rotenfels sei das Bestmögliche herausgeholt worden. "Für uns als Verein ist das heute der erste Meilenstein", betont Rieger. Gottes Lob und Anbetung stünden im Vordergrund. "Ich glaube, dass der Weg richtig war", so Oberbürgermeister Christof Florus. Die Übergabe sei ein guter Anfang. er sei gespannt, wie es weitergeht.

Nach Rheinschmidts Vorstellungen können Teile des Religionsunterrichts der benachbarten Schulen des Schulzentrums Dachgrub im Gebetshaus abgehalten werden. Auch könnten zum Beispiel Vereine dort Konzerte geben.

Der Umbau soll in kleineren Chargen realisiert werden. Der Verein sei dabei auf Spenden angewiesen. Die Spender könnten bestimmen, für was ihr Geld verwendet wird.

Der Umbau soll in kleineren Chargen realisiert werden. Der Verein sei dabei auf Spenden angewiesen. Die Spender könnten bestimmen, für was ihr Geld verwendet wird.

 

Badische Neueste Nachrichten, Mittwoch 28.07.2018

GEBETSHAUS WIRD BIS FRÜHJAHR ERÖFFNET -
SCHLÜSSELÜBERGABE BESIEGELT KIRCHENVERKAUF

Von Joachim Kocher
Gaggenau-Bad Rotenfels. Der Verkauf der evangelischen Johanneskirche in Bad Rotenfels an den Verein Gebetshaus ist nun mit der Schlüsselübergabe im Beisein von Oberbürgermeister Christof Florus sowie zahlreicher Mitglieder des Gebetshausvereins besiegelt worden. Die Johanneskirche in Bad Rotenfels, die am 17. Januar entwidmet wurde (die BNN berichteten), ist seit diesem Zeitpunkt kein evangelisches Gotteshaus mehr, sondern Geschichte.
Für die evangelischen Christen aus Bad Rotenfels war dies ein tiefgreifender Einschnitt. Schweren Herzens nahmen die Gläubigen Mitte Januar Abschied von ihrer Kirche, die ihnen in den vergangenen 50 Jahren eine Heimat gab. Zu dem Verkaufspreis gab es auch bei der Schlüsselübergabe keine Angaben. „Wir haben das so vereinbart und halten uns auch daran“, sagte der Vorsitzende des Gebetshausvereins, Helge Rieger.
Die Vorsitzende der evangelischen Kirchengemeinde Gaggenau, Jutta Walter, sprach im Zusammenhang mit dem Kirchenverkauf von einem langen und steinigen Weg, bei dem auch böse Worte gefallen seien. „Wir haben das Beste herausgeholt und den Verkauf zu einem guten Ende gebracht“, so Walter. Rieger dankte Walter insbesondere dafür, dass sie sich auf den Verein eingelassen habe.
Er sprach auch die künftige Nutzung der ehemaligen Kirche an. Man wolle die Räumlichkeiten als einen geistlichen Ort erhalten. Helge Rieger sprach in seiner Rede auch eine ökumenische Einladung aus: „Lasst uns gemeinsam im Gebetshaus die Nähe Gottes aufsuchen“. Der Vorsitzende betonte, dass im ehemaligen Kindergarten der Johannesgemeinde künftig das Herz des Gebetshauses schlagen soll.
OB Christof Florus unterstrich, dass das Gebetshaus von der evangelischen und katholischen Kirche mitgetragen werde. „Wir Christen müssen Werte weitergeben und weitertragen“, so Florus. Er sei dafür dankbar, „dass wir ein Gebetshaus bekommen“ und gespannt, wie es weitergehe. Der Initiator und stellvertretende Vorsitzende des Vereins, Achim Rheinschmidt, betonte, dass das Gebetshaus für die Stadt und die Region stehe. Rheinschmidt erinnerte daran, dass mit dem Wort „kaufen“ das Ganze begonnen habe.
Laut Rieger und Rheinschmidt soll das Gebetshaus voraussichtlich im kommenden Frühjahr eröffnet werden. Eventuell gehe es auch etwas schneller, ergänzte der Vorsitzende. Das Gebetshaus werde künftig ein rein geistlicher Ort sein, und man werde die Räumlichkeiten auch nicht vermieten. Aktuell gehören dem Verein mehr als 40 Mitglieder an.

weiter zu den Gebetsräumen

 




 


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